Prolog
Sie werden nicht kommen.
Olibantiins knurrende Gedankenstimme fauchte durch Trikans Kopf wie ein rauer Windstoss. Der Fürst der Greife schloss die Hände fester um die steinerne Brüstung, welche die riesige Terrasse in formvollendeter Gestalt umzäunte. Sein schlankes Elfengesicht verdüsterte sich, doch er enthielt sich einer Antwort. Noch war er nicht gewillt, seine Hoffnungen aufzugeben.Darrien Vekhor gab mir sein Wort, und ihm vertraue ich wie einem Bruder. Er wird mich nicht enttäuschen, dachte er für sich.
Wir verschwenden unsere Zeit damit, auf diese geflügelten Würmer zu warten, grollte der riesige Greif hinter ihm voller Verdruss.Drachen sind verlogene, hinterlistige Scheusale, und sie verstehen nichts von Ehre. Du bist töricht, wenn du ihren seidigen Lügen und leeren Versprechungen Glauben schenkst. Diese Unholde haben dein Vertrauen nicht verdient.
Noch immer hüllte sich Trikan in Schweigen und starrte gen Süden, über die bewaldete Insel und das silbergraue Meer hinweg zum fernen Festland hin, das seine scharfen Adleraugen gerade noch am Horizont als dunklen, dunstigen Streifen erkennen konnten. Er bemühte sich, Olibantiins misstrauische Worte zu überhören, die wie Gift in seine Gedanken träufelten, doch er konnte nicht länger leugnen, dass auch ihn allmählich Zweifel an der Ehrhaftigkeit der Drachen beschlichen.
Ein Seufzen löste sich aus der Brust des Falano, während er den leicht bewölkten Himmel mit schwindender Zuversicht nach einem Zeichen absuchte,