: Karin Samsa
: Die Kopfreisende
: Books on Demand
: 9783756849253
: 1
: CHF 7.00
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 284
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die wahren Abenteuer sind im Kopf und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo. (André Heller) Die lebenslustige Anne ist eine moderne Frau, die erfolgreich im Leben steht und gerne in die Tiefen des uralten Schamanismus eintaucht. Doch die Vorwürfe ihres Ex-Mannes zehren an ihr, ebenso die Affäre mit dem charismatischen Tom. Als sie erkrankt, zieht Anne die Reißleine und bucht ein Ticket nach Ecuador. Im Dschungel und in den Anden lernt sie vom Sonnenpriester Apuq, die Kraft der Elemente zu nutzen. Doch kaum zu Hause angekommen, erwartet Anne schon eine außergewöhnliche Bewährungsprobe.

Karin Samsa ist ein Pseudonym, eine Kunstfigur. Dennoch sind viele Geschichten in ihrem Buch nicht minder wahr. Zeugen sie doch von über fünfundzwanzig Jahren Erfahrung im Bereich des Schamanismus, die Karin Samsas Erschafferin in diese Figur einfließen lässt. Sie arbeitet in Nürnberg, wohnt in Franken auf dem Lande und tanzt leidenschaftlich gerne Tango Argentino. Karin Samsa möchte vermitteln, dass es möglich ist, die uralten Methoden des Schamanismus anzuwenden und gleichzeitig modern zu leben. Für sie ist es eine Möglichkeit sich wieder im Universum eingebettet zu fühlen. Sie will Mut machen, den schamanischen Weg zu beschreiten, um sich selbst und anderen zu helfen.

Das Seminar


Das erste Mal hat Anne die Dunkelheit vor einem halben Jahr kennengelernt, mitten in einem schamanischen1Seminar mit 60 Teilnehmern. Sie erinnert sich noch genau an dieses Ritual, die Erinnerungen von damals erscheinen in ihrem Kopf, als ob es heute wäre:

Alle Teilnehmer tragen ihr Schamanenkostüme. Diese symbolisieren die geistige Energie, das Krafttier oder den inneren Lehrer, mit denen jeder Einzelne am intensivsten arbeitet. Die Trommeln sind stark, ihr gleichmäßiges Pulsieren hält die Schamanen in der Trance, lässt sie sich mit dem Geist verbinden, mit dem sie wirken.

Sie ist verschmolzen mit ihrer stärksten Kraft, dem geistigen Lehrer. Ihre Schamanenmaske mit den Augenschlitzen und dem Kranz aus Blättern lässt nur wenig Sicht zu. Es ist mehr Spüren als Sehen, so verschmolzen ist sie mit dem Lehrer. Leicht ist sie und ein wenig schwindelig im Kopf und gleichzeitig glasklar und hellwach. Ein irres Gefühl. Ständig überlegt sie, ob sie sich das jetzt nur einbildet oder ob ihr geistiger Lehrer, der Engel, wirklich mit ihr verschmolzen ist. Ist die Verbindung echt? Ist sie in ihrem weißen Schamanenponcho mit den vielen Fransen eins mit ihrem inneren Lehrer, der Lichtgestalt? Oder ist sie doch zu sehr sie selbst? Sie, die so viel Dunkles in sich spürt, deshalb die schwarze Hose anlässt und sich nicht komplett weiß kleiden mag, damit sie nicht völlig aufgehen muss, in diesem ewigen Gut sein und Licht sein. Die Verweigerin, die trotzdem die Hoffnung in sich trägt, dass die Geister Mitleid mit ihr haben. Und dann dieser