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Prolog
Was für ein Tag!
Aidin Sahu schloss seine Wohnungstür und lehnte sich erschöpft dagegen. Einen Moment ließ er die Lider seiner Augen sinken und war nur zufrieden, angekommen zu sein. Mittwoch war der schlimmste Tag der Woche.
»Guten Abend, Mr. Sahu. Sie betraten Ihr Apartment um 22:04 Uhr. Dies ist vier Minuten nach der Ausgangssperre. Die Toleranzgrenze wurde damit zum dritten Mal in diesem Monat verletzt«, erinnerte sein Wohnungssystem mit monotoner Stimmlage und leitete diesen Vorfall selbstständig an den nächsten Sammelknoten weiter, wo dieser im Abgleich mit Aidins Bürgerdatei automatisch bewertet und entsprechend zugeordnet wurde. Aidin seufzte und warf dem Beobachtungssystem einen verächtlichen Blick zu.Es war ja auch Mittwoch! Das wöchentliche Meeting mit dem Direktor und den parteilichen Vertretern aus den Bildungssektoren dauerte in der Regel bis zwanzig Uhr – meist wurde es jedoch überzogen, obwohl weder die Infos noch die Drohungen oder Ansagen neu waren.
Als Lehrer wurde man regelmäßig angehalten, sich intensiv mit dem seit vorigem Jahr angepassten Lehrplan auseinanderzusetzen und diesen wie gefordert und ohne Abweichungen mit den Schülern durchzugehen.
»Schüler ...«, dachte er und musste an die stumpfen Gesichter denken, denen er täglich sagte, wie etwas war, aber nicht erklärten durfte, warum. Noch vor zwei Jahren hatte das erheblich anders ausgesehen, auch wenn es zu dieser Zeit bereits schwierig war, Wissen in den Köpfen der Heranwachsenden zu pflanzen.
Nach dem Meeting ging es direkt in die Untergrundbahn und von dort