: Erich Cibulka
: Das Vermächtnis der Termiten
: Buchschmiede von Dataform Media GmbH
: 9783991396437
: 1
: CHF 17.60
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: Erzählende Literatur
: German
Sechs Personen, das Top-Management eines Software-Unternehmens, treffen sich zu einer Strategie-Klausur im Schlosshotel Krumbach. Eine einsame Entscheidung des Mehrheitseigentümers und CEO verändert aller Leben schlagartig. Ein Erlebnis, sechs verschiedene Reaktionen: das ist der Ausgangspunkt eines Entwicklungsromans, der nicht nur geografisch den halben Globus umspannt - Schauplätze sind neben Krumbach auch Tamsweg, Graz, Wien, Berlin, Rom, Costa Rica, Panama, das Rote Meer -, sondern auch die Geschichte der Menschheit. Dabei berührt er die großen Rätsel des Menschseins: Treue und Verrat, Sex und Macht, Materialismus und Spiritualität, Zufall und Notwendigkeit, Reinkarnation und Karma, Tod und Auferstehung. Über allem steht die zentrale Frage nach dem Sinn des Lebens. Die Antwort darauf gibt jeder Mensch mit seiner Biografie selbst. Der freie Wille - Fluch oder Segen? Ein Roman, der zum Nachdenken anregt.

Erich Cibulka (geb. 1963) lebt in Wien und arbeitet seit 2007 als Unternehmensberater, Speaker und Autor an der Schnittstelle von Wirtschaft, Militär und Politik. Er ist Wirtschaftspsychologe, Lehrbeauftragter an mehreren Akademien und (Fach-)Hochschulen und Offizier im Range eines Brigadier. Davor war er viele Jahre Personaldirektor großer Unternehmen und Mitglied verschiedener Aufsichts- und Beiräte. Er war hoher Funktionär der Wirtschaftskammer Österreich, langjähriger Verhandlungsführer bei Kollektivvertragsverhandlunge und ist fachkundiger Laienrichter am Arbeits- und Sozialgericht Wien.

Die Klausur

Als der Wecker läutete, wusste sie zuerst nicht, wo sie sich befand. Es war ihr schon öfter passiert, dass sie in Zeiten, wo sie ständig in unterschiedlichen Hotels nächtigte, da sie von einem Kunden zum nächsten weiterfuhr, die Orientierung verlor, wenn sie plötzlich aufwachte. Einmal musste sie in der Nacht aufs WC und fand im Dunklen den Weg nicht. Sie war nicht mehr in der Lage, sich an die Anordnung des Zimmers zu erinnern und tapste unbeholfen durch den Raum. Beinahe hätte sie dadurch den Kasten mit dem WC verwechselt.

Doch dann fiel ihr ihr aktueller Auftrag ein, und sofort stellte sich wieder dieses unbehagliche Gefühl ein, das sie schon am Abend belastet hatte. Zwar hatte Manuel Wittsohn, der Personalchef, sie telefonisch gebrieft, aber das war eben eher Anlass zur Sorge als Hilfe gewesen. „Liebe Frau Heidrich, ich bin ja so froh, dass sie als Vollprofi uns bei der Klausur unterstützen können. Ich muss nämlich ehrlich gestehen, dass ich nicht genau weiß, was auf uns zukommt. Herr Turan hat mich beauftragt, das ganze Managementteam zu einer Strategieklausur einzuladen. Allerdings hat er mir trotz eingehender Rückfragen keine Andeutungen gemacht, was der Anlass oder das Ziel der Klausur ist. Wir starten daher im Blindflug und müssen dann je nach Entwicklung der Dinge darauf reagieren. Da ist es natürlich super,