: Mikaella Clements
: Das Beste, was uns nie passiert ist Roman
: Goldmann Verlag
: 9783641271442
: 1
: CHF 2.70
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: German
: 496
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Ein absolutes Vergnügen! Das ›Notting Hill‹ unserer Zeit.« Taylor Jenkins Reid

In den Augen der Öffentlichkeit sind die Hollywood-Schauspielerin Win und der reiche Hotelerbe Leo ein perfektes Paar. Jeder Kuss wird in den sozialen Medien gefeiert, jeder Streit und jede Versöhnung sorgen für Wirbel. Doch in Wahrheit ist alles inszeniert: Immer wenn Win positive Schlagzeilen braucht, ist Leo zur Stelle, um den Fotografen das gewünschte Bildmaterial zu liefern. Seit ihrer ersten Begegnung vor sieben Jahren spielen sie dieses Spielchen. Der Deal ist, dass ihre Beziehung rein geschäftlich bleibt und sie niemals echte Gefühle zulassen. Dumm nur, dass Win und Leo sich immer stärker zueinander hingezogen fühlen …

Für alle, die diese Tropes lieben:
•Celebrity romance
•Fake dating
•Forbidden love
•Friends to lovers

Die Australierin Mikaella Clements und die Engländerin Onjuli Datta haben mit »Das Beste, was uns nie passiert ist« ihren gemeinsamen Debütroman veröffentlicht. Beide haben zuvor für verschiedene Zeitungen und Magazine geschrieben. Sie sind miteinander verheiratet und leben in Berlin.

Kapitel eins


Am ersten Tag ging Win hinunter in die Lobby des Hotels La Réserve, um Leo persönlich in Empfang zu nehmen. Er saß auf seinem Koffer, eine Hand in der Hosentasche. Weißes T-Shirt, braune Lederschuhe. Er machte einen geduldigen Eindruck.

»Hallo«, sagte Win.

Leo lächelte und zog auf die altvertraute Art und Weise die Augenbrauen in die Höhe. Er hatte sich die Haare kurzscheren lassen. Nun stand er auf und streckte die Arme nach ihr aus, und sie sagte: »Oh, hier gibt es keine Kameras, lass gut sein.«

Er hob abwehrend die Hände, dann lehnte er sich zurück und grinste. »Du siehst gut aus.«

Es war nicht viel los in der Lobby. Grün-goldenes Licht umhüllte sie, salzige Luft und Wildblumen stimmten auf den stillen Nachmittag ein, leichtfüßiges Personal huschte um sie herum und tat so, als würde es sie nicht bemerken. Win hatte vergessen, wie es war, von Leos durchdringendem Blick fixiert zu werden. Sie war Aufmerksamkeit gewohnt, aber auf eine chaotische, erregende Weise; Blitzlicht und Rufe und Gefühlsausbrüche. Leos Aufmerksamkeit war fokussiert und zielgerichtet, wie eine beruhigende Hand auf ihrer Schulter.

Sie fühlte sich angeschlagen, zermürbt vom Jetlag und von der Reise an sich. Während des Nachtflugs hatte niemand ein Auge zugetan, da sie über dem Atlantik in Turbulenzen geraten waren. Win hatte den Großteil der Zeit damit verbracht, sich auf Drehbücher zu konzentrieren und möglichst wenig mit ihrerPR-Agentin zu reden. Ständig blinkten um sie herum Handydisplays auf. Sie hatte so getan, als wüsste sie nicht, dass sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stand, dass es in all den Nachrichten, die die anderen Fluggäste verschickten, um sie ging.

Als sie früh am Morgen endlich landeten und nach Saint-Tropez weiterfuhren, fühlte sie sich zu aufgewühlt, um schlafen zu können. Also verbrachte sie den halben Tag mit ihrem Laptop im Bett, las E-Mails und widerstand dem Drang, online zu gehen. Sie schaute nur einmal aus dem Fenster auf die Aussicht. Ein paar Fans hatten ein riesiges Transparent so aufgehängt, dass sie es von ihrer Suite aus sehen konnte:ON T’ADOREWHITMAN stand in rosa Glitzerfarbe auf einem Bettlaken. Mehrere frische Blumensträuße mit Sympathiebekundungen von Zaungästen und Branchenkollegen standen im Zimmer.

Am Nachmittag traf ihr Make-up-Team ein, es folgten Telefonate, hoffnungsvolle Designer ließen Couture-Kleider liefern, vor ihrem Fenster rumorte die Presse, und irgendwo war Leo, der sich klammheimlich von Berlin auf den Weg zu dem Hotel gemacht hatte, das Wins Leute ausgesucht hatten. Es lag hoch oben auf den Klippen, luxuriös, abgeschieden, erfreut, sie als Gäste empfangen zu können.

»Entschuldige die kurzfristige Mitteilung«, sagte Win jetzt, dann fügte sie hinzu: »Du hast dir die Haare schneiden lassen.«

Er fuhr sich mit der Hand über den raspelkurzen Schnitt. Es war beinahe erschreckend, Leo ohne wilden Haarschopf zu sehen. Die neue Frisur brachte seine Konturen sehr viel stärker zur Geltung.

Marie, WinsPR-Agentin, hatte Le