: Kaspar Anton von Mastiaux
: Norbert Flörken
: Historisch-geographische Beschreibung des Erzstiftes Köln zweite verbesserte Auflage 1783
: Books on Demand
: 9783756824403
: 1
: CHF 6.60
:
: Neuzeit bis 1918
: German
: 232
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Als Verfasser der"Historisch-geographi chen Beschreibung des Erzstiftes Köln" wird heute der junge Kaspar Anton von Mastiaux (1766-1828) angenommen; er hat ein zweigeteiltes Nachschlagewerk verfasst, das in der ersten Hälfte in fortlaufendem Text die Verfassung des Erzstiftes vorstellt, in der zweiten Hälfte in sechs Listen die kirchlichen Gemeinden, die Ortschaften und die Steuerverfassung. Im ersten Teil stellt er die Geschichte der Kölner Erzbischöfe und aller Ämter von Altenahr bis Rheinberg vor. Gegenüber den mündlichen Überlieferungen ist er erfreulicherweise sehr zurückhaltend und im Zweifelsfall der Wissenschaft verpflichtet. Andererseits sind seine Bemerkungen zur Ökonomie dürftig, die zu den Kirchen aber sehr ausführlich; kritische Bemerkungen zur Geistlichkeit kommen aber vor. Im zweiten Teil hat Mastiaux die kleinsten Dörfer und ihr politisches Umfeld detailliert aufgelistet.

Amt Nurburg.


Mit welchem das Erzstift Köln zunächst an die gebirgigten und rauhen Gegenden der Eiffel gränzet. Reiche Eisen- und Bleiadern halten jene Gegenden für den mildern Blick der Sonne schadlos, welcher die Nachbarschaft erwärmet und befruchtet.<62> Auch ist das Amt eigentlich nicht unfruchtbar, sondern hat einen ausserordentlich tauglichen Boden für die Haver-Saat, womit es die Gegenden, welche ihm seine andern Bedürfnisse liefern, häufig versorget. Auch ersezt die Industrie der Einwohner zum Theile das, was die Natur, so zu sagen der Nachbarschaft verlieh. Es begreift

1. Adenau, einen Marktflecken, der ein Franciskaner-Kloster und viele Wollenweber-Stüle im Gange hat, welche besonders Waare, wie sie der Landmann und die mittlere Klasse von Leuten brauchet, liefern, und also viel Geld im Lande erhalten.

2. Baarweiler, ein Dorf mit einem Gnadenbilde, zu welchem häufig gewallfahrtet wird, und das also wieder in der Gegend, wohin sonst der Zufluß des Geldes sehr mittelmäßig sein müßte, am rechten Orte stehet.

3. Die Herrlichkeiten Kaldenborn und Kallreifferscheid. {Man bemerke, daß sogar die Namen der Oerter den in dieser Gegend wohnenden Winter anzeigen.}

4. Adeliche Sizze darin, besaget das Verzeichniß D und

5. Sonstige Dorfund Ortschaften die<63> Verzeichnisse B und C18