Amt Nurburg.
Mit welchem das Erzstift Köln zunächst an die gebirgigten und rauhen Gegenden der Eiffel gränzet. Reiche Eisen- und Bleiadern halten jene Gegenden für den mildern Blick der Sonne schadlos, welcher die Nachbarschaft erwärmet und befruchtet.<62> Auch ist das Amt eigentlich nicht unfruchtbar, sondern hat einen ausserordentlich tauglichen Boden für die Haver-Saat, womit es die Gegenden, welche ihm seine andern Bedürfnisse liefern, häufig versorget. Auch ersezt die Industrie der Einwohner zum Theile das, was die Natur, so zu sagen der Nachbarschaft verlieh. Es begreift
1. Adenau, einen Marktflecken, der ein Franciskaner-Kloster und viele Wollenweber-Stüle im Gange hat, welche besonders Waare, wie sie der Landmann und die mittlere Klasse von Leuten brauchet, liefern, und also viel Geld im Lande erhalten.
2. Baarweiler, ein Dorf mit einem Gnadenbilde, zu welchem häufig gewallfahrtet wird, und das also wieder in der Gegend, wohin sonst der Zufluß des Geldes sehr mittelmäßig sein müßte, am rechten Orte stehet.
3. Die Herrlichkeiten Kaldenborn und Kallreifferscheid. {Man bemerke, daß sogar die Namen der Oerter den in dieser Gegend wohnenden Winter anzeigen.}
4. Adeliche Sizze darin, besaget das Verzeichniß D und
5. Sonstige Dorfund Ortschaften die<63> Verzeichnisse B und C18