02 Erwachen
Es ist immer noch finster, doch höre ich Stimmen, wie bei einem Dolby-Surround-System, aus jeder Richtung, jedoch nur jede einzelne für sich in Mono, um mich herum. Eine tiefe, energische Männerstimme stellt meinen Zustand als möglicherweise irreparabel dar, während eine ebenso tiefe die nationale Sicherheit ins Spiel bringt. Zwei weitere Stimmen beratschlagen frustriert und leise, wer denn diesmal Dienst im Zimmer und vor dem Zimmer, mit zumindest Aussicht auf das weibliche Personal, innehaben wird. Fürsorglich einwirkend und doch gepresst bittet eine Frauenstimme um Ruhe, offensichtlich scheint die wechselnde Frequenz der piepsenden Töne in diesem Raum mein Erwachen anzukündigen und ich fühle mich ertappt, für alle erkennbar, diesen Gesprächen gelauscht zu haben. Das merkt in Wirklichkeit jedoch keiner, als ich meine Augen aufschlage und ich schemenhaft die der Stimmen zugehörigen Personen in diesem Krankenzimmer wahrnehme, ohne zu wissen, wie ich hierhergekommen bin, was ich hier soll und wie mir geschehen ist. Schon fängt der mir in meiner eingeschränkten Betrachtung verschwommen in einem Mr.-Smith-Anzug erscheinende Superagent, unter Einspruch des in Weiß gekleideten Mannes, an, Fragen zu stellen. Diese höre ich zwar, aber bevor ich sie verstehe, entgleite ich einfach und unhöflich dem Gespräch, schlafe, ohne zu erwidern, wieder ein. Mein zweites Erwachen erfolgt ruhig und gemächlich. Direkt in meiner Blickrichtung unterhält sich ein in Polizeiuniform