: Konrad Gladius
: Die Faust von Lwiw Eine deutsch-ukrainische Kriegslegende
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740723378
: 1
: CHF 3.50
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: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 308
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
"Herr Major, bei allem gebotenen Respekt, ich bin nicht hier, um in die ukrainischen Streitkräfte einzutreten. Ich will auch keinen Sold. Ich komme vielmehr als ehrenamtlicher Tourismusentwickler. Der Tourismus ist doch ein wichtiges Standbein für eure Wirtschaft, oder? Mit den vielen unwillkommenen Gästen bleibt das zahlende Publikum weg. Da müsst ihr neue Wege gehen. Ich bin auf Horrorshows spezialisiert. Ich kann den Branchenneulingen zeigen, wie sie den Aufenthalt in diesem Land für Putins Männer zur Hölle auf Erden werden lassen. Gerade auch, wenn es euch nicht gelingen sollte, diese davon abzuhalten, sich in eurer Hauptstadt niederzulassen. - Sie verstehen mich, Herr Major?" Frank Steiner, Oberstabsfeldwebel a.D. und Nahkampflehrer, am 25. Februar 2022 zum stellvertretenden Regimentskommandeur in Lwiw, Ukraine.

Konrad Gladius ist Kampfkünstler, Selbstverteidigungslehrer und Schriftsteller. Sein Leben hat er der Kampfkunst zur Selbstverteidigung verschrieben. Als Autor bietet er faszinierende Einblicke in die Welt der Martial Arts. Rund drei Jahrzehnte Erfahrung im unbewaffneten und bewaffneten Nahkampf bilden seine Grundlage, um sich an ein Themengebiet zu wagen, das fast kein deutschsprachiger Romanschreiber im Blick hat."Die Faust von Lwiw" ist der siebte Roman aus seiner Feder.

Kapitel II – Eine zuverlässige,
militärische Prüfung


Den Weg zum Büro des stellvertretenden Regimentskommandeurs zeigt man Frank Steiner, Oberstabsfeldwebel der Bundeswehr außer Dienst, schnell. Eine energisch dreinblickende Frau Oberleutnant Koval führt den Deutschen dorthin. Die Tür steht offen und die Brünette deutet in deren Richtung, geht voran, knallt die Hacken zusammen und meldet einem ukrainischen Stabsoffizier von Anfang dreißig die Ankunft des Freiwilligen aus Deutschland.

Major Yegor Petrenko blickt nur kurz von seinem PC-Arbeitsplatz auf und erwidert den Gruß ausgeprägt lässig. Ebenso hält er es, als Steiner hinter der Offizierin eintritt und salutiert.

„Willkommen in der Ukraine“, begrüßt er den weit gereisten Freiwilligen in recht gutem Deutsch.

„Danke, Herr Major“, erwidert der ehemalige Bundeswehrsoldat auf Ukrainisch.