JACE MORAN
Nunsalam
Triggerwarnung: Diese Geschichte enthält sensible Inhalte bezüglich Suizidalität.
Aus der Perspektive eines Meteorologen ist Schnee als fester Niederschlag aus einzigartigen, durch die molekulare Struktur des Wassers sechszählig-symmetrisch geformten Flocken aus an Kristallisationskernen zu Eiskristallen gefrorenen Wassertröpfchen gegeben hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter null Grad in der Nähe der Niederschlagswolken zu beschreiben. Wenn ihr mich fragt, ist dies eine recht nüchterne Art, den Ursprung kalter Eleganz zu erläutern. Schnee mag ein Wetterphänomen sein, doch lässt er sich deshalb wirklich nur szientifisch begründen?
Schon im Jahre 1812 erkannten die Gebrüder Grimm, dass naturwissenschaftliche Erklärungen engstirnig anmuten können, und erschufen das Märchen der Frau Holle, die den Schnee aus ihren Federkissen rieseln ließ. Andere Dichter, Philosophen und Geschichtenerzähler wiederum umschrieben das C₁₇H₂₁NO₄ über die Jahre hinweg als Gottheit des Winters, alles bedeckendes Leichentuch der Natur oder schlicht und einfach als Inhalt eines Zuckerstreuers.
Unzählige Sagen und Mythen kreisen um die weißen Kristalle, die des Winters aus den Wolken regnen, doch nicht alle von ihnen wurden in schriftlicher Form festgehalten. Manche von ihnen wurden lediglich mündlich tradiert, von Generation zu Generation, als wären sie zu mächti