: Boris Prem
: Títa'U Chrestomathie zum RgVeda In deutscher Sprache mit Sachkommentar, Band I
: Books on Demand
: 9783756848430
: 1
: CHF 14.10
:
: Weitere Religionen
: German
: 220
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Rund 200 Rigvedalieder und Rigvedaliedabschnitte in deutscher Sprache mit Sachkommentar. Die Auswahl beginnt mit Texten zur Entstehung der derzeitigen Weltordnung, deren Spezifikum der beständige Wechsel von Tag und Nacht ist. Besondere Aufmerksamkeit findet im Anschluss daran das Wunder des Sonnenaufgangs, das Wunder des allmorgendlichen Neuerstehens des Universums. Fast das gesamte vedische Pantheon hat seinen Anteil daran, zwei der rekurrentesten Mythen ranken sich um das Mysterium: Die Erschlagung des Wasserdämons VRTRA durch INDRA, der sog. VRTRA-Mythos, und die Befreiung der Strahlen der MORGENRÖTE aus dem Fels der Nacht, in welchem VALA sie gefangen hält, der sog. VALA-Mythos. Neben Gottheiten von ethischer Relevanz, VARUNA, vom an Wassersucht erkrankten VASISTHA in seiner Not angerufen, sind auch solche durch Textproben vertreten, die ein bestimmtes Naturelement repräsentieren, etwa der Regengott PARJANYA, bzw. als Repräsentanten einer als beseelt gedachten Natur aufzufassen sind, etwa ARANYANI, die Herrin der Waldeswildnis. Die vorliegende Chrestomathie ist (mit Erläuterungen zu Wortschatz und Grammatik) auch in vedischer Sprache erhältlich. Im Einzelnen enthält der Band folgende Rigvedapassagen: 1,2,7-9; 1,6; 1,15,6; 1,22,15-21; 1,23,18-22; 1,24,6-15; 1,25; 1,32; 1,35; 1,39,1-6; 1,41; 1,43,1-6; 1,50,1-10; 1,51,1-11; 1,52,1-12; 1,62; 1,64,1-11; 1,65,1-4; 1,71,1-5.8; 1,72; 1,79,1-3; 1,83,2b; 1,85,1-5; 1,89,1-2.8-10; 1,90,6-8; 1,105,1-18; 1,113,1-12; 1,114-115; 1,124,1-9; 1,125,4-5; 1,136,1-3; 1,141,9; 1,146; 1,151,4-6; 1,154; 1,159,1-4; 1,160,1-4; 1,164,20-22; 1,164,30-37; 1,164,46; 1,164,51; 1,167,2-7; 1,179,5b; 2,1,1-15; 2,12; 2,27-28; 2,33; 2,35; 2,38,1-9; 2,41,5; 3,7; 3,9,1-8; 3,11,6; 3,26,7-9; 3,29,14; 3,31,9-10.12; 3,38,1-9; 3,39,8b; 3,51,5; 3,55,1-9; 3,56,1-5; 3,57; 3,59,1-5; 3,62,16-17; 4,1,6-18; 4,2,14-16; 4,5; 4,19,1-10; 4,23,8-10; 4,40,5; 4,42,4a; 4,43; 4,52; 4,54,1-5; 4,55,2b.5b; 4,56-57; 5,1,4a; 5,3,4; 5,4,9a; 5,9,4; 5,11,3.5-6; 5,13,6a; 5,15,2; 5,44,6.14a; 5,45,5; 5,47,5a; 5,52; 5,55,1-9; 5,58,1-7; 5,59; 5,61; 5,62-63; 5,64,3; 5,65,6a; 5,66; 5,69; 5,81; 5,83-85; 6,9; 6,16,38.47; 6,28,6; 6,49,10; 6,50,1; 6,51,1-3; 6,58; 7,34,10-11; 7,35,2b; 7,36,2; 7,45-46; 7,49; 7,61-63; 7,65; 7,76,4-5; 7,86-89; 7,103-104; 8,18,10-15.19.22; 8,21,13-15; 8,25,1-9; 8,41; 8,58,2; 8,67,13-21; 8,69,12; 8,78; 8,101,15-16; 8,103,4; 9,10; 9,83; 9,97,30; 9,104,5; 9,113,7-11; 10,5; 10,7,3; 10,13,4; 10,37,1-9; 10,39; 10,46,2; 10,53,8; 10,55; 10,61 u.a.

Boris Prem, geb. am 05.08.1964 in Olching, studierte Klassische Philologie in München und Tübingen; bereits während des Studiums Teilnahme an einzelnen indologischen Lehrveranstaltungen, von 2009 bis 2022 schwerpunktmäßige Arbeit am Títa'U LEHRWERK VEDISCH

Kosmogonie


Des Seienden Band im Nichtseienden

10,129,1-4;Autor nach der Anukramaī: PRAJÂPATI PARAMEHÍN

1. Nicht das Nichtseiende war, nicht auch das Seiende war damals, nicht war der (düstere) Luftraum, nicht auch das (lichte Himmels)gewebe, das darüber. / Was wälzte sich herbei wieder und wieder? Wo? Unter wessen Schutzschild? Das (quellende) Nass! Was war (dies quellende Nass), das tiefgründende, tiefe?

2. Nicht Sterben war, Unsterbliches nicht damals. Nicht der (schenkenden) Nacht war, (nicht) des Tages Aufschein. / Es atmete windlos durch die ihm eigentümliche Kraft dies Eine; als dieses wahrlich anderes darüber hinaus – was auch immer – war nicht.

3. Das Dunkel war durch das Dunkel verborgen im Anfang. Unaufgeschienene (ungeordnete) Urflut (war) alles wahrlich dies (quellende Nass). / Das vom Leeren Umschlossene, das karg war, durch des inneren Glühens Macht wurde das geboren, das Eine.

4. Das Verlangen (nach lebendigsichtbarem Sein) wälzte sich das im Anfang hervor (und) zusammen, was des Geistes erster Same war. / Des Seienden Band im Nichtseienden machten ausfindig – nachdem sie (des Seienden Band) im Herzen waren entgegengestrebt – die (lichtenden) Seher durch Denken.

1a

„das Nichtseiende“: die Nacht

„das Seiende“: der Tag; zum ‚Seienden‘ und ‚Nichtseienden‘ s. auch 4; 1