10,129,1-4;Autor nach der Anukramaī: PRAJÂPATI PARAMEHÍN
1. Nicht das Nichtseiende war, nicht auch das Seiende war damals, nicht war der (düstere) Luftraum, nicht auch das (lichte Himmels)gewebe, das darüber. / Was wälzte sich herbei wieder und wieder? Wo? Unter wessen Schutzschild? Das (quellende) Nass! Was war (dies quellende Nass), das tiefgründende, tiefe?
2. Nicht Sterben war, Unsterbliches nicht damals. Nicht der (schenkenden) Nacht war, (nicht) des Tages Aufschein. / Es atmete windlos durch die ihm eigentümliche Kraft dies Eine; als dieses wahrlich anderes darüber hinaus – was auch immer – war nicht.
3. Das Dunkel war durch das Dunkel verborgen im Anfang. Unaufgeschienene (ungeordnete) Urflut (war) alles wahrlich dies (quellende Nass). / Das vom Leeren Umschlossene, das karg war, durch des inneren Glühens Macht wurde das geboren, das Eine.
4. Das Verlangen (nach lebendigsichtbarem Sein) wälzte sich das im Anfang hervor (und) zusammen, was des Geistes erster Same war. / Des Seienden Band im Nichtseienden machten ausfindig – nachdem sie (des Seienden Band) im Herzen waren entgegengestrebt – die (lichtenden) Seher durch Denken.
1a
„das Nichtseiende“: die Nacht
„das Seiende“: der Tag; zum ‚Seienden‘ und ‚Nichtseienden‘ s. auch 4; 1