: Nicole Eichner
: Dear my friend Ein Abschied für die Ewigkeit
: Buchschmiede von Dataform Media GmbH
: 9783991396246
: 1
: CHF 10.60
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: Erzählende Literatur
: German
Eine Geschichte über wahre Freundschaft, aufrichtige Liebe und pure Verzweiflung. Er: Marlon, ü30, Single, Otto-Normal-Verbraucher, mit dem Hang sich gehen zu lassen. Vom Schicksal getreten, von der Damenwelt nicht wahrgenommen, selbst die eigene Mutter betrügt ihn nach Strich und Faden und dennoch glaubt er immer noch an das Gute im Menschen. Sie: Kimmy, ü20, die Freundin seines Stiefbruders, mit einem ausgeprägten Helfersyndrom, neigt dazu ihre eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen. Eine behütete Kindheit, mit beiden Beinen im Leben und stets eine positive Ausstrahlung, runden ihr Profil ab. Was passiert, wenn diese beiden Charaktere aufeinandertreffen? Freundschaft, Sex oder die große Liebe? Alles ist möglich oder auch nicht ...

Die Autorin lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in der Steiermark. Als begeisterter Bücherwurm wusste sie bereits in ihrer Jugend, dass auch sie eines Tages ein Buch veröffentlichen wollte. Mit"Dear my friend" ist ihr das gelungen. Weitere Projekte befinden sich in Arbeit.

Teil 1

1.

Sie:

Normalerweise wurde ich zu solchen Feiern nicht eingeladen. Anfangs kannte man mich noch nicht so gut und wusste nicht, ob ich mich überhaupt in diese Gruppe integrieren konnte. Dann kam die Zeit, wo ich kein Interesse hatte, diesen Treffen beizuwohnen. Immer wieder hatte David mir erklärt, wie dreckig es dort sei und dass das absolut nicht zu meinem restlichen Umfeld passen würde. Schwer beschäftigt an meinem und desinteressiert an seinem Leben, machte ich mir nie weiter Gedanken darüber. Immerhin war es seine verkorkste Familie und nicht meine. Davids Mutter war nämlich die neue Flamme von Marlons Vater. Die beiden haben sogar geheiratet, als dieser nach einem Schlaganfall in einer Nervenklinik landete. Damals durfte ich sogar die Trauzeugin spielen. Ich habe mir aber nicht im Geringsten Gedanken darüber gemacht, was ich von dieser Heirat halten sollte. Ganz ehrlich, brauchte sich darauf auch niemand etwas einbilden. Jede Handlung, jeder Schritt war in dieser Familie berechnend und nur zum eigenen Vorteil bedacht. Ich weiß nicht, welche der beiden Frauen, beide trugen auch noch denselben Namen, das kleinere Übel war.

Davids Mutter war eine spielsüchtige Alkoholikerin. Sie war sehr großzügig jeweils am Anfang des Monats oder wenn ein Automat einmal etwas mehr ausspuckte, dann