: Donald Kulesza-Betzen
: Mein Herz für die Freiheit Mathilde Hitzfeld
: TWENTYSIX LOVE
: 9783740723453
: 1
: CHF 8.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 412
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Mathilde, die hübsche Tochter des Kantonsarztes Dr. Ludwig Hitzfeld in Kirchheimbolanden, streitet für Freiheit, Frauenrechte und Demokratie. Vor dem Hintergrund der Revolution 1848/49 entfaltet sich das dramatische Geschehen einer standesmäßig ungleichen Beziehung zwischen dem Freischärler Philipp Berch und Mathilde Hitzfeld, der großen Liebe seines Lebens. Der 14. Juni 1849 wird zum Schicksalstag, an dem die engagierte junge Frau über sich hinauswächst im hartnäckigen Kampf, unbeirrbar und konsequent für Überzeugungen einzutreten.

Der Autor war Studiendirektor für Geschichte, Politik und Literatur. Er ist Vater zweier erwachsener Kinder. Mit seiner Frau lebt er bei Bad Kreuznach und liest gern und viel. Noch immer hängt er an seinen alten Leidenschaften: Literatur und Geschichte, aber auch Motorrad fahren und Segeln. Seit seiner Pensionierung schreibt er vor allem biografische Romane und Lyrik. Er ist davon überzeugt, dass Dichtung und Wahrheit zwei Seiten ein und derselben Münze sind. Erst zusammen bilden sie die Totalität des Lebens ab.

Revolution in Frankreich


Die Wintersonne stand schon tief und färbte die Wolken feuerrot. Wahrscheinlich würde die Nacht bitterkalt werden. Auch der Ostwind nahm wieder zu und peitschte dem Spaziergänger eisig ins Gesicht. Er hatte den Kragen seines Pelzmantels hochgestellt, um seinen Hals zu schützen. Ab und zu blieb er für einige Augenblicke stehen und schaute innerlich bewegt auf diese winterliche Landschaft, die schneebedeckten Wiesen und Wälder, die sich in sanften Hügeln sacht zumDonnersberg hin erstreckten.

Er schätzte, nein, er liebte seine Heimat und die knorrigen, bodenverwurzelten Menschen, die in der Kantonsstadt und in den umliegenden Dörfern lebten. Rechtschaffene Frauen und Männer bestellten die kargen Äcker und fanden als bescheidene Landwirte und Viehzüchter ihr Auskommen. Große Überschüsse erwirtschafteten sie kaum. Das vergangene Jahr, in dem der Hunger zurückgekommen war, beschäftigte die Kirchheimer