: Elisa E. Meyer
: Kuscheltherapie Eine neue Therapieform auf dem Prüfstein
: Books on Demand
: 9783756847785
: 1
: CHF 10.60
:
: Sozialpädagogik, Soziale Arbeit
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Im zweiten Buch zur Kuscheltherapie tauchen wir in die Tiefe dieser neuen Therapieform ein: In welcher Tradition steht sie? Wie funktioniert sie genau? Was ist die Wirkung bei den Klienten, von kurz- bis langfristig? Wogegen genau kann Kuscheltherapie helfen? Warum ist Kuscheltherapie besonders jetzt wichtiger denn je? Diese und weitere Fragen werden im Buch behandelt. Dabei kommen auch Klienten selbst zu Wort. Elisa Meyer schildert dazu ihre eigene Perspektive als langjährige Kuscheltherapeutin. Auch über neue Kuschelpositionen könnt ihr euch freuen!

Elisa E. Meyer ist Kuscheltherapeutin aus Leipzig. Sie wurde 1986 in Luxemburg geboren. Sie studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg, anschließend promovierte sie in Wien zum Werk von Robert Musil und dem Thema Leibliche Identität. Als Kind von zwei Therapeuten begann sie früh mit der Erforschung des eigenen therapeutischen Weges. Sie arbeitet mittlerweile als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Reiki, Holistic Bodywork, mit biodynamischer Körpertherapie und als Sterbe-begleiterin. Seit 2015 setzt sie sich mit Kuscheltherapie in Theorie und Praxis auseinander. 2018 gründete sie das Unternehmen Die Kuschel Kiste. 2019 erschien ihr erstes Buch Berührungshunger über die Wirkung von Berührung im Allgemeinen und den Beruf Kuscheltherapeut im Speziellen.

Kuscheltherapie


Kuscheltherapie. Was ist das überhaupt?

Kuscheltherapie wurde 2009 als neue Therapieform erfunden.

Was ich selbst in den letzten fünf Jahren in der Praxis darüber gelernt habe, erstaunt mich immer wieder. Vor allem im Vergleich zu anderen Therapieformen, in denen ich ausgebildet wurde. Kuscheltherapie könnte ich als eine Art freestyle Bonding Therapie beschreiben, also Kuschelpositionen ohne festen Ablauf, ohne den Fokus auf die Gefühle, und der Begleiter ist gleichzeitig der Therapeut. Ich als Kuscheltherapeutin bekuschle also meine Klienten, eine Grenzüberschreitung, die in klassischen Therapiemethoden sehr unüblich ist. Hier herrscht sonst eher Vorsicht und die Angst vor zu großer Nähe, vor Abhängigkeit, Missbrauch und vor Kontrollverlust. Alles Themen, die für uns im Alltag wichtig sind, vor denen wir uns aber nicht scheuen.

Die Methode

Kuscheltherapie folgt einer Methode des Nichts-Tuns. Im Gegensatz zu anderen Therapieformen, die einer Handlungsweise mit einem bestimmten Ziel folgen. Unter Kuscheln versteht jeder Unterschiedliches, von Kraulen bis Drücken und Halten. Jede Form von nicht-sexueller Berührung kann in einer Kuschelsession vorkommen. Von Raufen bis Halten. Allerdings kommt es bei der Therapie weniger darauf an, was ich als Therapeutin tue, als vielmehr darauf, was ich nicht tue. Mit Tun ist hier intentionales, aktives Handeln gemeint. Vielmehr passiert das, was geschieht, fast ungewollt. „Es“ geschieht, und zwar durch den Körper. Der Körper agiert auf seine eigene Art und Weise, durch seine eigene Körperintelli