Kuscheltherapie
Kuscheltherapie. Was ist das überhaupt?
Kuscheltherapie wurde 2009 als neue Therapieform erfunden.
Was ich selbst in den letzten fünf Jahren in der Praxis darüber gelernt habe, erstaunt mich immer wieder. Vor allem im Vergleich zu anderen Therapieformen, in denen ich ausgebildet wurde. Kuscheltherapie könnte ich als eine Art freestyle Bonding Therapie beschreiben, also Kuschelpositionen ohne festen Ablauf, ohne den Fokus auf die Gefühle, und der Begleiter ist gleichzeitig der Therapeut. Ich als Kuscheltherapeutin bekuschle also meine Klienten, eine Grenzüberschreitung, die in klassischen Therapiemethoden sehr unüblich ist. Hier herrscht sonst eher Vorsicht und die Angst vor zu großer Nähe, vor Abhängigkeit, Missbrauch und vor Kontrollverlust. Alles Themen, die für uns im Alltag wichtig sind, vor denen wir uns aber nicht scheuen.
Die Methode
Kuscheltherapie folgt einer Methode des Nichts-Tuns. Im Gegensatz zu anderen Therapieformen, die einer Handlungsweise mit einem bestimmten Ziel folgen. Unter Kuscheln versteht jeder Unterschiedliches, von Kraulen bis Drücken und Halten. Jede Form von nicht-sexueller Berührung kann in einer Kuschelsession vorkommen. Von Raufen bis Halten. Allerdings kommt es bei der Therapie weniger darauf an, was ich als Therapeutin tue, als vielmehr darauf, was ich nicht tue. Mit Tun ist hier intentionales, aktives Handeln gemeint. Vielmehr passiert das, was geschieht, fast ungewollt. „Es“ geschieht, und zwar durch den Körper. Der Körper agiert auf seine eigene Art und Weise, durch seine eigene Körperintelli