: Volker Klüpfel, Michael Kobr
: Die Unverbesserlichen - Die Revanche des Monsieur Lipaire Gaunern, wo andere Urlaub machen - Band zwei der großen neuen Bestsellerserie an der Côte d'Azur
: Ullstein
: 9783843729284
: Die Unverbesserlichen
: 1
: CHF 9.90
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 384
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Willkommen auf der Tour de Fettnäpfchen - mit sechs gerissenen, aber ziemlich ungeschickten Gaunerfreunden Das Leben könnte nicht schöner sein in Port Grimaud an der Côte d'Azur: Die unverbesserliche Gaunertruppe um Monsieur Lipaire hat sich gerade erst von ihrem ersten Fall in der südlichen Sonne erholt, als ihr Lieblingsfeind, die Familie Vicomte, zum nächsten Schlag ausholt: Die Adelsdynastie will das idyllische Lagunenstädtchen komplett unter ihre Herrschaft bekommen. Selbst der Bürgermeister weiß erst einmal nicht, wie ihm geschieht. Die eingeschworene, wenn auch ziemlich ungleiche Ganoventruppe muss sich erneut zusammenraufen und der Sache annehmen. Lipaires charmante Dilettanten haben zwar von nichts wirklich Ahnung, doch sie sind mit allen Wassern gewaschen und werden die Vicomtes aufhalten. Oder müssen sie ihnen demnächst den Champagner servieren?

Altusried hat einen prominenten Sohn: Kommissar Kluftinger. Volker Klüpfel, Jahrgang 1971, kommt wenigstens aus dem gleichen Ort. Nach dem Abitur zog es ihn in die weite Welt - nach Franken: In Bamberg studierte er Politikwissenschaft und Geschichte. Danach arbeitete er bei einer Zeitung in den USA und stellte beim Bayerischen Rundfunk fest, dass ihm doch eher das Schreiben liegt. Seine letzte Station vor dem Dasein als Schriftsteller war die Feuilletonredaktion der Augsburger Allgemeinen. Die knappe Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, mit der er im Allgäu lebt. Sollte noch etwas Zeit übrig sein, treibt er Sport, fotografiert und spielt Theater. Auf der gleichen Bühne wie Kommissar Kluftinger.

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Wenige Tage zuvor …

»Ein Guillaume Lipaire lässt sich nicht unterkriegen!« Erschrocken blickte er sich um: Hatte er das wirklich laut gesagt? Glücklicherweise war niemand in der Nähe, der es hätte hören können. Auch ein Kontrollblick in den Rückspiegel seines Oldtimers, ein schnittiger Porsche 356 Speedster mit offenem Verdeck, zeigte ihm, dass er allein war. Lipaire entspannte sich etwas und beugte sich nach rechts, bis sein Konterfei im kleinen Rückspiegel erschien. Ähnlich wie der Sportwagen, in dem er saß, war auch er kein ganz neues Modell mehr. Und trotzdem noch immer ein Hingucker, und mit seinem dichten silbergrauen Haar, dem sonnengebräunten Gesicht und diesem unwiderstehlichen Lächeln hatte er – wie das Auto – mit den Jahren sogar an Attraktivität zugelegt. Manchmal war ihm seine Aura ein bisschen unheimlich, aber seine Wirkung auf andere, vor allem natürlich auf Frauen, war nun einmal geradezu legendär …

»Was gibt’s zu grinsen, Alter?«

Eine spöttische Stimme durchbrach seine Gedanken. Irritiert hob er den Kopf und blickte in die Augen zweier Mädchen, die auf Elektrorollern an ihm vorbeisurrten.

»Die dürft ihr doch noch nicht mal fahren!«, rief er ihnen hinterher, zornig darüber, bei diesem kurzen Moment der Selbstzufriedenheit ertappt worden zu sein. Die Mädchen schien das nicht zu kümmern, sie waren schon um die nächste Ecke verschwunden. Kopfschüttelnd steckte Guillaume Lipaire den Schlüssel ins Zündschloss. Vielleicht überschätzte er seine Wirkung inzwischen ja auch ein bisschen. Aber wie würde dann seine Zukunft aussehen? Um gar nicht erst düstere Gedanken aufkommen zu lassen, startete er den Motor und fuhr los.

Sobald ihm der Wind durch die Haare fuhr, kehrten sein Lächeln und mit ihm die Leichtigkeit zurück. Es war ein wundervoller Tag – wie beinahe jeder um diese Jahreszeit: Der Himmel leuchtete blau, und die Luft war jetzt, am Anfang der Sommersaison, noch frisch und unverbraucht. Die bunten, niedrigen Reihenhäuschen der Stadt säumten einträchtig die Kanäle, auf denen Motorboote und Segeljachten im sanften Rhythmus der Wellen schaukelten. Er liebte diesen besonderen Ort, und all die Jahre h