Zurück in der Familie
Die ersten Wochen nach unserer Rückkehr verflogen meiner Meinung nach viel zu schnell und trotzdem waren wir überwältigt von allen Möglichkeiten, die uns bevorstanden und den Chancen, die sich uns boten, natürlich mit dem ersparten Geld aus Österreich. Die ganze Familie war richtig euphorisch und alles um uns herum war von einer Dynamik erfasst. Der Tag begann sehr früh und immer gleich: Mara und Sarah mussten in die Schule gehen, bis dorthin mussten sie eine Strecke von vier Kilometern zu Fuß bewältigen. Die Mädchen mussten frühstücken und sich für den Unterricht noch fertig machen, der um acht Uhr begann. Anna, die gerade die Volksschule hinter sich brachte, durfte ein wenig länger schlafen oder besser gesagt, so lange schlafen, bis ihre Schwestern aus dem Haus waren. Der Weg zur Schule war gleich geblieben und zwar gleich schlecht, wenn man so sagen darf. Die Straßen wurden leider immer noch nicht ausgebaut, die Infrastruktur auf dem Land hat sich kaum verändert und so erhielten unsere Kinder die gleichen Chancen für eine bessere Zukunft wie wir damals. Uns wurde klar, dass wir nicht weiter auf staatliche Hilfe warten können, bis wir an der Reihe sind, um etwas zu verbessern und voranzutreiben. Die Prioritäten der Stadt lagen woanders, aber bedauerlicherweise nicht bei uns, den kleinen Landwirten. Das Land hatte politisch gesehen keinen Nutzen von uns, weil wir nicht der politischen Orientierung Jugoslawiens entsprachen, aus dem Grund landeten wir auf ihre Prioritätenliste ganz unten, was uns eine ganze Menge von Nachteilen und Verzögerungen brachte. Man konnte sagen, dass wir einen Großteil des Jahres von der Zivilisation abgeschnitten waren. Das Landleben hat natürlich auch viele Vorteile, wie z.B. ausgeprägte Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Unterstützung. Die Landwirte hatten genug Kapital aus dem Ausland erworben, dass sie die Landwirtsch