Heller, Josef - 04.06.1876 Budapest-04.10.1932 Wien
Josef Heller arbeitete lautNazilex noch im Jahre 1940 in Wien. Allein sein Singspiel „Frauenlist“ (1917) wurde dort erwähnt! Doch verstarb er ebenda schon im 57. Lebensjahr. Er arbeitete sowohl als Komponist und Musikkritiker als auch erfolgreich als Lauten-Virtuose.
Josef Heller wurde am 04.06.1876 in Budapest als Sohn armer Eltern geboren; ging dort auch zunächst zur Schule. Von ihm wurde berichtet, dass er sich frühzeitig als musikalischer Wunderknabe durchs Leben schlug. Er bereiste mit einem, von ihm geleiteten Orchester die Welt (1896). Das deckt sich auch mit meinen Recherchen, denn imTheater-Almanach fand ich keine Engagements als Theaterkapellmeister!
Ferner wurde von ihm berichtet (Fremdenblatt, 15.12.1917), dass er sich als Lautenspieler und Sänger bis in die aristokratischen Zirkel seiner Heimat hinauf gespielt hätte, wo er den Umgang mit Menschen, und den gesellschaftlichen Schliff erlernte. Als Autodidakt erwarb er sich das Gymnasialwissen und müsste demnach in Wien maturiert haben, denn er studierte Kunstgeschichte, bildete sich zum Schauspieler, und erhielt sein musikalisches Fundament am Wiener Konservatorium bei Robert Fuchs und Richard Heuberger.
Beim Wiener Verlag Emil Berté& Co. kamen seine ersten drei Lieder heraus; um 1908/09 verlegte er seine Stücke bei Bosworth, Leipzig, wobei immer noch Klavier- und Männerchor-Partituren überwiegten. Er schrieb den Lieder-Zyklus „Eine Serenade“, daraus:Mondesglanz undAbendglut (Ü:J.Heller/dT:Robert Figdor); das LiedThe Kiss...Drum küss'...so süss... (1909), komponierte Bühnenwerke, wie die burleske Operette „Der Schwimmlehrer“ (T:J.Horst/Colosseum, 01.09.1910). Bosworth verlegte „Das Weiberdorf“ (T:J.Horst/R.Pohl, 1912), eine von Kálmán Mikszáth autorisierte Dramatisierung seiner Erzählung „Szelistye, das Dorf ohne Männer“.
Hierzu gibt es einige Daten, die die Aufführung des Werkes mehr als verworren machen: DieWiener Zeitung berichtete schon im August 1901, dass dasCarltheater dieses Heller-Werk al