: Mila Beaufort
: Pandora Monster in my head
: Books on Demand
: 9783756894086
: Pandora
: 1
: CHF 8.80
:
: Spannung
: German
: 428
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Ich werde dich finden, Livana Price. Und ich werde dich leiden lassen.« »Ich freue mich schon auf unser nächstes Rodeo.« Livana ist unerschrocken, stark und vor allem auf der Flucht, als sie London erreicht. Zwischen Millionen Gesichtern versteckt sie sich vor den dunklen Schatten ihrer Vergangenheit, um das, was sie liebt, zu beschützen - ihre Schwester. Bereits in ihren ersten Tagen gerät Livana mit einer Gruppe Studenten aneinander, von denen besonders einer ihre Aufmerksamkeit fesselt. »Ich werde nicht verlieren.« Trotz der Ablenkung durch neue Freunde, Partys und den mysteriösen Levin muss die 21-jährige erkennen, dass man vor den Dämonen seiner Vergangenheit nicht fortlaufen kann. Ganz besonders nicht dann, wenn einer von ihnen fest in einem selbst verankert ist. Als dann auch noch eine neue Bedrohung aus den Schatten tritt, nimmt die Teufelsspirale ihren Lauf und zieht Livana in einem unerbittlichen Strudel in die Tiefe. »Ich habe dir gesagt: Das hier ist noch nicht vorbei.«

Mila Beaufort lebt mit ihrem Partner in Süddeutschland nicht nur zwischen mehreren Hundert Romanen aus den verschiedensten Bereichen, sondern auch zwischen unterschiedlichen Gesetzestexten. Während sie tagsüber in Highheels und Blusen Gesetze wälzt und Verträge aufsetzt, verwandelt sie sich nachts in eine Agentin und jagt immer der neusten kreativen Idee nach. Wenn sie nicht gerade selbst in die Tasten haut und sich mit Plottwists, unvorhersehbaren Überraschungen und ihren Charakteren streitet, verliebt sie sich nicht nur in gute Serien, sondern auch in fremde Buchwelten. Auf Instagram (@mc-beaufort-autor) und auch Wattpad (@MilaCataleya) tauscht sie sich gerne mit ihren Lesern aus und diskutiert über das Eigenleben ihrer Charaktere.

KAPITEL 2


Livana


Stunden später betrat ich die stickige Halle, in der es nach einer Mischung aus Schweiß, Bier und alten Sportsocken roch. Alles hier war mir vertraut. Jede Unebenheit des Bodens, jedes flackernde Licht an der Decke und jeder Ziegelstein, aus welchen die Wände gemauert waren. Schon seit ich mit meiner Familie vor fünf Jahren von Austin (Texas), in den Großraum Stuttgart (Süddeutschland) gezogen war, kam ich regelmäßig hier her.

Auch wenn ich nichts lieber täte, als in meinem Bett zu liegen oder mit Holly eine neue Folge unserer Lieblingsserie zu schauen, war ich hier. Bereits seit Walentin mir das Foto von meiner kleinen Schwester gezeigt hatte wusste ich, dass ich heute Abend hier sein würde. Seit meinem unverhofften Aufeinandertreffen mit dem Russen und Daniel am Nachmittag wurde ich von schrecklichen Kopfschmerzen geplagt und dementsprechend war meine Laune mittlerweile auf dem absoluten Tiefpunkt angekommen.

In den letzten Stunden hatte ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie ich meine Flucht von hier am besten gestalten konnte. Ich hatte einen Koffer gepackt und zwei Reisetaschen. Diese hatte ich unbemerkt zu meinem Auto geschleppt, das zwei Querstraßen von meinem Elternhaus entfernt parkte. Ich hatte meinen gefälschten Pass fünfmal mit meinem richtigen verglichen, um herauszufinden, ob ich von den Behörden an den Landesgrenzen eventuell aufgehalten werden könnte. Verdammt, ich hatte sogar einen kurzen Brief für meine kleine Schwester verfasst und an einem sicheren Ort deponiert.

Meine Muskeln waren angespannt, während ich die Halle durchquerte. Das Gespräch mit der rechten Hand des Bosses lag mir schwer im Magen. Ich wusste, wie dumm ich war, weil ich mich ihnen nicht beugte. Aber ich war hier. Das musste ihnen genügen. Denn ich würde nicht verlieren. Nicht, wenn es heute mein letzter Kampf war. Und genau das war er. Es war mein letzter Auftritt im Ring.

Ich konnte dem Untergrund nicht entkommen. Nicht, solange ich hierblieb. Und erst recht nicht, solange sie wussten, wo ich mich befand. Deshalb musste ich untertauchen. Musste all meine Brücken abbrechen. Zu meiner Familie, meinen Freunden aber vor allem zu Taurus und dem Untergrund.

Heute würde ich meinen letz