: Karin Ploog
: ...Als die Noten laufen lernten... 1.3 Komponisten R bis Z Geschichte und Geschichten der U-Musik bis 1945
: Books on Demand
: 9783756824991
: 1
: CHF 17.60
:
: Monografien
: German
: 420
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
...Als die Noten laufen lernten... bezieht sich auf eine Zeit, als sich Pop noch Unterhaltungsmusik nannte und ihre Komponisten Erfolge ohne Ende verbuchen konnten. Das ehemals große k.u.k. Österreich mit der Achse Wien-Berlin war der Nabel der Welt und ein Wegbereiter der heutigen Popmusik! Eine verrückte Zeit mit ebenso witzig verrückten Kreativen, die die Musik rocken ließen. Nun war es mir möglich, völlig neue Erkenntnisse in die Biografien der U-Musik-Komponist*innen in drei Bänden einfließen zu lassen - ihre Geschichte und Geschichten. Sie schufen die Urform der U-Musik über Operette - Revue - Kabarett - Schlager - Chanson - Song - bis zur Filmmusik. Zwei Weltkriege und besonders ein Unheilsbringer sorgten dafür, dass die meisten von ihnen nach WW2 absichtlich in Vergessenheit geraten worden sind - bitte lesen Sie selbst!

Ahoi, ich - www.karin-ploog.de - habe eine vorzeitig abgeschlossene Ausbildung als Kauffrau im Reederei- und Schiffsmaklergewerbe und noch ein Jahr in dem Job gearbeitet, bevor ich mein Studium an der HfMusik und Theater aufnahm. Schloss dies mit drei Diplomen ab, u.a. akademischer Grad Diplom-Musiklehrer. Schon während des Studiums wurde ich Dozentin im Popkurs-Hamburg. Auf dem Gebiet der Stimm-Pädagogik arbeite ich crossover; viele berühmte Namen und Bands säumen den Weg. Von mir gibt es das Fachbuch Voicecoaching (Voggenreiter Verlag), was in deutscher und englischer Sprache weltweit vertrieben wird. Nach dem Studium arbeitete ich weltweit crossover als Sängerin am Theater, im Funk, TV und Studio. Highlight: erste deutsche Gumbie CATS; Stanley Lebowski (Dirigent am Broadway/USA), bezeichnete mich als stimmliches Phänomen und Carl Davies (London) befand mich als a genious. Seit Studioaufnahmen zu Liedern aus Theresienstadt (1995) beschäftige ich mich mit der Erforschung jüdischer U-Musik-Komponisten, Librettisten und Textern und habe jetzt durch weltweit entstandene Kontakte soviel neue Erkenntnisse gewonnen, die ich in diesen drei Komponisten-Bänden zu Papier bringen möchte!

Reinhardt, Heinrich - 13.04.1865 Preßburg-31.01.1922 Wien


Preßburg heißt heute Bratislava, Hauptstadt der Slowakei.

Heinrich Reinhardt wurde am 13.04.1865 unter dem Nachnamen Stern in Preßburg geboren. Sein Großonkel war der berühmte Violinvirtuose und Komponist Miska Hauser (1822 Preßburg-08.12.1887 Wien/lebte fast stets auf Reisen/schrieb „Wanderbuch eines österreichischen Virtuosen“). Über sein Elternhaus ist soweit nichts bekannt, doch konnte ich den Namen seiner Mutter Regine Stadler, geb. Fischer (1832-24.03.1905), ausfindig machen; auch hatte er einen Bruder Eduard Stern.

Zu:nicht nur seine Mutter verstarb nach langer Krankheit, auch am 22.11.1917 sein Bruder, Herr kaiserlicher Rat Eduard Stern, Vorstand der Wechselstube Alsergrund des Wiener Bankvereins. Er war in der von ihm vor 25 Jahren geschaffenen Bankniederlassung sehr erfolgreich, auch verfügte er über eine selten umfassende und hervorragende künstlerische, musikalische Begabung. Er hinterließ nach kurzer Krankheit seine Frau und vier Kinder.

Heinrich Reinhardt absolvierte das dortige Obergymnasium, studierte gleichzeitig Klavier, Violine und Musiktheorie beim Preßburger Domkapellmeister Karl Mayrberger, Instrumentation bei Viktorin und Kopetzky. Nach Absolvierung der Schule war er von seinen Eltern für den Kaufmannsstand bestimmt worden, doch widmete er sich gegen den Willen seiner Angehörigen bald ganz der Musik. Im Jahre 1881 kam er sechzehnjährig nach Wien, wo er seine Studien bei Anton Bruckner und Mocker fortsetzte. In derWiener Fremdenpresse (06.02.1922) las ich, dass er seine Gymnasialzeit und Hochschulstudien auf der medizinischen Fakultät fortsetzte, und in Wien das Konservatorium besuchte, wo er frühzeitig mit einer Anzahl sehr beachteter Werke in die Öffentlichkeit trat. Nun, die damalige Wirklichkeit sah zunächst weniger rosig aus!

Zunächst arrangierte und orchestrierte er als Gelderwerb eine Unzahl von Amateur-Operetten, und versuchte es zunächst als Komponist auf den verschiedensten Gebieten mit Liedern, Männerchören, Tänzen und Instrumentalstücken. Im Jahre 1884 trat er erstmals als Arrangeur von Ziehrers „Wiener Bürger“ beim Wiener Verlag Lewy in Erscheinung.

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