1. Kapitel
Der Beginn und die Entfaltung
Die Segenslinie und die Fluchlinie
Das Bitten und Hoffen der Juden, wie es auch in ihren Gebeten zum Ausdruck kommt, ist angesichts der Geschichte Israels nur zu verständlich. Auf eine bessere Zukunft hoffen alle Völker, teils in utopischen Ausmalungen, teils in einer Wiederherstellung des vermeintlich wunderbar Gewesenen. Die Juden sehnen sich nach einem irdischen Reich des Friedens, wo jeder Jude endlich in Sicherheit, Ruhe und Wohlstand leben kann. Hierin ähneln sich sogar die Hoffnungen der religiösen und der säkularen Juden.
Das bewegte zur Zeit der Propheten das Volk. Das war bis 1948 nicht anders und das ist immer noch so, im neu gebildeten Staat Israel, aber auch in der immer noch bestehenden Diaspora, wo die Juden oft unter schwierigen Lebensbedingungen aushalten mussten und noch immer müssen, denn das geht so lange wie sie nicht nach Israel ausreisen.
Dieses „Reich“ besserer und gesicherter Verhältnisse wünschen sich sowohl Juden, die an die Verheißungen der Bibel glauben, als auch