: Wolfgang Schröder
: Erfolgreich als Führungskraft: Unternehmensziele, Mitarbeiterinteressen und die eigene Work-Life-Balance in einer turbulenten, komplexen Welt in den Griff bekommen Ein Trainings- und Umsetzungsprogramm mit professionellem Wissen und direkt einsetzbaren Tools, um Veränderungen im eigenen Verantwortungsbereich konkret zu gestalten
: Books on Demand
: 9783756824595
: 1
: CHF 19.50
:
: Wirtschaft
: German
: 172
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Buch richtet sich an Führungskräfte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt führen oder Teams mit Teamleitern führen, die keine komplette Führungsverantwortung haben. Wenn der Ergebnisdruck durch die Leitung und der Erwartungsdruck durch Mitarbeiter wächst, haben Führungskräfte in ihrer"Sandwich Position" kein leichtes Leben. Heute wird Führung komplexer, Digitalisierung wird zur Herausforderung und der Veränderungsdruck wird intensiver. Klassische Führungskonzepte funktionieren nicht mehr. Diese Herausforderungen erleben Hightech Unternehmen seit vielen Jahren. Hier sind Lösungen entstanden, die immer weiter verbessert wurden. Diese erfolgreichen"Theorien&q ot; können Sie direkt mit einem Lern- und Umsetzungsprogramm, einem Führungstraining"at home" auf Ihre individuelle Führungssituation anwenden. Mit 20 Tools erarbeiten Sie Ihre Lösungen für Ihre Herausforderungen. Dazu gehört auch ein detailliert beschriebener Umsetzungsprozess, den Sie zusammen mit Ihrer Führungskraft und Ihrem Team realisieren können. Die Tools werden aus einer Toolbox heruntergeladen. So sind sie direkt einsetzbar. Sie können die Tools auch nach eigenen Vorstellungen anpassen. Wenn Sie das Lern- und Umsetzungsprogramm für Ihren Verantwortungsbereich angewendet haben, werden Sie deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit - Ziele für Ihren Verantwortungsbereich (noch) besser erreichen - Mitarbeiterinteressen (noch) besser berücksichtigen - die eigene Work-Life-Balance spürbar verbessern Durch das Tool-gestützte Lern- und Umsetzungsprogramm werden Sie zum Architekten ihres Verantwortungsbereiches, zum Personalentwickler ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zum ergebnisorientierten Teamleiter.

Dr. rer.pol. Wolfgang Schröder, Diplom-Kaufmann, ist Leadership- und Managementexperte, Unternehmensberater sowie Trainer und Coach in Personal- und Führungsfragen und Autor. Zusammen mit Prof. Dr. Rolf Bronner hat er 1983 den meistzitierten Klassiker zum Bildungscontrolling im deutschsprachigen Raum geschrieben. Deshalb ist überprüfbare Wirksamkeit und Nachhaltigkeit bis heute sein Erfolgsmaßstab für mitarbeitende Beratung und Training. Während der über 30-jährigen beruflichen Tätigkeit in Führungspositionen großer Konzerne (Fichtel& Sachs, MBB, DASA/EADS) und als Selbstständiger hat er mehr als 5000 Trainings- und Workshoptage durchgeführt und dafür innovative Problemlösungen entwickelt. Referenzen Zum Teil langjährige Zusammenarbeit mit - mehreren Unternehmensbereichen der EADS N.V. - Nixdorf AG - Siemens AG - Robert Bosch GmbH - Otto GmbH& Co KG - Kaufring AG - Albert Berner Deutschland GmbH - TÜV Rheinland - dem BKK System und der BKK-Akademie - öffentlichen Auftraggebern wie dem BMFSFJ und vielen namenhaften mittelständischen Unternehmen und Konzernen

1.3 Klassische Führungskonzepte versagen in einer komplexen Welt


Abbildung 1.3.1 gibt einen Einblick in das Modell von Führung, das alle klassischen Führungstrainings dominiert.

Abb. 1.3.1 Klassische „Grid“-Perspektive für Führung

Grundlage für diese klassische Perspektive von Führung waren die Ergebnisse der Ohio und Michigan Studien aus dem Jahr 1949!!!. In den Studien wurden Mitarbeiter aus Produktionsbereichen!!! zum Verhalten ihrer Führungskräfte befragt. Die Studien zeigten, dass aufgabenorientiertes Führungsverhalten – im Mittelpunkt Produktivität – als auch mitarbeiterorientiertes Führungsverhalten – im Mittelpunkt Zufriedenheit – das Verhalten von erfolgreichen Führungskräften charakterisierte. Es ging also um das Führungsverhalten der Führungskraft und um die Auswirkungen bei den Mitarbeitern. Dieses empirisch gewonnene Wissen wurde dann 1964 durch Blake/Mouton (Verhaltensgitter, Leadership-Grid), 1970 durch Reddin und 1969 durch Hersey/Blanchard in Seminarkonzeptionen gegossen und als Führungstraining umgesetzt.7Abbildung 1.3.2 zeigt das Modell von Hersey/Blanchard in einer Version von Waldemar Pelz.8

Abb. 1.3.2 Situative Führung nach Hersey / Blanchard

Situative Führung nach Hersey / Blanchard kombiniert das Gridmodell mit Führungsstilen.

Je nach Reifegrad des Mitarbeiters soll ein anderer Führungsstil gewählt werden. Dieses Modell dominiert seitdem fast alle Führungstrainings, auch wenn sich die Bezugsgrößen für die Auswahl der Stile verändern. Eine bekannte Unternehmensberatung hat noch 2013 in mehreren Befragungen sechs effektive Führungsstile identifiziert, die Vorgesetzte hauptsächlich praktizieren: 1. Direktiv (= autoritär), 2. visionär, 3. den Zusammenhalt fördernd, 4. partizipativ, 5. Coachend und 6. perfektionistisch. Deren Schlussfolgerung: Je mehr verschiedene Führungsstile ein Manager praktiziere, desto besser sei das Unternehmensklima, das er schafft.

Heute ist situatives Führen kontraproduktiv und der sichere Weg in ein schlechtes Unternehmensklima.

Wenn die Welt unsicherer, komplexer und widersprüchlicher wird, dann wird Vertrauen wichtiger. Schon 1968 stellte Niklas Luhmann fest, dass Vertrauen dabei hilft mit Unsicherheit besser umzugehen.9 Es ist nahezu unmöglich einer Führungskraft zu vertrauen, die es sich nach eigener Einschätzung herausnehmen kann, ihr Verhalten z.B. zwischen autoritär und kooperativ zu wechseln. Unberechenbare Führungskräfte verursachen erheblichen Stress bei Mitarbeitern. Eine Führungskraft, der vertraut werden soll, muss authentisch, berechenbar sein und kein situatives Chamäleon. Grundlage von Führung ist respektvolles Verhalten, um das Selbstwertgefühl des Mitarbeiters und der Führungskraft aufrecht zu erhalten. Das ist keine wählbare Verhaltensalternative.

Außerdem akzeptieren qualifizierte Mitarbeiter den direktiven, autoritären Führungsstil sowieso nicht mehr. Sie verlassen das Unternehmen, oder kündigen innerlich und ziehen sich in eine freizeitorientierte Schonhaltung zurück.

Im Laufe der Zeit wurde der mitarbeiterorientierte Führungsstil