: Michael Richter
: Das Saladin Fragment Der Schwarze Stein von Süpplingenburg
: Books on Demand
: 9783756824472
: 1
: CHF 8.70
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 684
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wer durch die verschlafenen Straßen und die angrenzende ländliche Idylle der niedersächsischen Gemeinde Süpplingenburg fährt, würde niemals die erstaunliche Geschichte des kleinen Dorfes erahnen, das nicht nur Geburtsort von Lothar dem III., deutschem König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, sondern auch jahrelanger Hauptsitz der deutschen Ordensprovinz der Templer in der örtlichen Basilika St. Johannis war. Als in der Nacht des 27. Februar 2027 aus dem Nichts eine kilometergroße schwarze Kugel an der Stelle des unscheinbaren Dorfes erscheint und die Menschen weltweit in Angst, jedoch auch in unstillbarer Neugier über das undurchdringbare Mysterium vereint, lässt sich langsam erahnen, wie tief reichend und bedeutsam die örtliche Geschichte für die Welt gewesen ist und noch sein wird. Durch einen eigenen Schicksalsschlag an die Auflösung des Geheimnisses der schwarzen Kugel gefesselt, findet der junge Reporter und Hobby-Petrologe Arne Brenner bald heraus, dass ein Fragment des Schwarzen Steins in Mekka aus dem Besitz des arabischen Feldherren Saladin von zentraler Bedeutung für die Geschehnisse ist ...

Michael Richter, geb. 1952 in Berlin, wuchs in Ilfeld im Südharz auf. Der Historiker studierte in Berlin, Hannover und Bonn und promovierte dort 1990 zum Dr. phil. Er hat mehrere Bücher zur deutschen Zeitgeschichte geschrieben. Im letzten Jahr erschienen von ihm u. a. das Buch"Der zufällige Mensch. Wundersame Wege vom Urknall zum Ich" und der Aphorismen-Band"Weltanst unung"(www.wortburg.de).

Süpplingen 27. Februar 2027


Kurz nach acht bog er endlich an der Süpplinger Kirche links ab. Die Strecke über die Föhrstraße und den Driftweg zwar etwas länger als über die Süpplingenburger Straße, aber er fuhr deswegen aus Gewohnheit hier lang, weil sie auch nach Groß Steinum führte. Da wohnten seine Eltern, und da war er groß geworden. Im Radio lief gerade ein Oldie von den Scorpions, als plötzlich das Navi verrückt spielte und die Straße nicht mehr anzeigte. Vor ihm fuhr jetzt auch noch ein alter Ford Fiesta mit einer JL-Nummer in Schneckentempo.

Jerichower Land, Sachsen-Anhalt, mit ein paar romanischen Backsteinkirchen, wie die im Kloster Jerichow aus der Zeit der Slawenmissionierung im frühen 12. Jahrhundert. In solchen Dingen kannte er sich ganz gut aus, das war seine Welt. Natürlich hatte der Ford keine Nebelscheinwerfer an und Arne sah die Rücklichter erst im letzten Moment. Er war genervt, ärgerte sich aber vor allem über sich selbst. Josi hatte schon Recht, manchmal benahm er sich wirklich wie ein Idiot! Kalle hatte ihm mehrfach geraten, sich mehr um Josi zu bemühen, wenn er sie nicht wieder verlieren wollte. Er wusste, dass sein bester Freund Gewehr bei Fuß stand, sozusagen!

Viertel nach acht war er kurz vor dem Ortsausgang von Süpplingen.

Gerade überlegte er, ob er den alten Ford nicht doch überholen sollte, da tauchte hinter ihm wie aus dem Nichts ein BMW auf und fuhr ihm fast bis auf die Stoßstange. Arne wurde wütend. Da fuhr er nun, eingekeilt zwischen dem Schleichi und einem Drängler. Er überlegte gerade, ob er kurz anhalten sollte, um den BMW vorbeizulassen, da setzte der trotz dichten Nebels zum Überholen an.

Als er gleich noch am Ford vorbeifahren wollte, krachte und quiets