Süpplingen 27. Februar 2027
Kurz nach acht bog er endlich an der Süpplinger Kirche links ab. Die Strecke über die Föhrstraße und den Driftweg zwar etwas länger als über die Süpplingenburger Straße, aber er fuhr deswegen aus Gewohnheit hier lang, weil sie auch nach Groß Steinum führte. Da wohnten seine Eltern, und da war er groß geworden. Im Radio lief gerade ein Oldie von den Scorpions, als plötzlich das Navi verrückt spielte und die Straße nicht mehr anzeigte. Vor ihm fuhr jetzt auch noch ein alter Ford Fiesta mit einer JL-Nummer in Schneckentempo.
Jerichower Land, Sachsen-Anhalt, mit ein paar romanischen Backsteinkirchen, wie die im Kloster Jerichow aus der Zeit der Slawenmissionierung im frühen 12. Jahrhundert. In solchen Dingen kannte er sich ganz gut aus, das war seine Welt. Natürlich hatte der Ford keine Nebelscheinwerfer an und Arne sah die Rücklichter erst im letzten Moment. Er war genervt, ärgerte sich aber vor allem über sich selbst. Josi hatte schon Recht, manchmal benahm er sich wirklich wie ein Idiot! Kalle hatte ihm mehrfach geraten, sich mehr um Josi zu bemühen, wenn er sie nicht wieder verlieren wollte. Er wusste, dass sein bester Freund Gewehr bei Fuß stand, sozusagen!
Viertel nach acht war er kurz vor dem Ortsausgang von Süpplingen.
Gerade überlegte er, ob er den alten Ford nicht doch überholen sollte, da tauchte hinter ihm wie aus dem Nichts ein BMW auf und fuhr ihm fast bis auf die Stoßstange. Arne wurde wütend. Da fuhr er nun, eingekeilt zwischen dem Schleichi und einem Drängler. Er überlegte gerade, ob er kurz anhalten sollte, um den BMW vorbeizulassen, da setzte der trotz dichten Nebels zum Überholen an.
Als er gleich noch am Ford vorbeifahren wollte, krachte und quiets