Abraham, Paul - 02.11.1892 Apatin-06.05.1960 Hamburg
Apatin/Ungarn gehört heute zu Serbien.
Pál Ábrahám wurde als ehelicher Sohn des jüdischen Kaufmanns Jakab Ábrahám und der Klavierlehrerin Flóra Blau in der Gemeinde Apatin/Batschka, geboren. Nach der Schule absolvierte er eine Banklehre und studierte Komposition bei Victor von Herzfeld an der Hochschule in Budapest (1913-1917). Im Jahre 1915 wurden seine ersten Werke in der Musikakademie aufgeführt: ein Streichquartett, ein Konzert für Violoncello, eine Serenade und später ein Requiem. Durch seine vorübergehende Tätigkeit im Bankfach und daraus resultierenden„verwegenen Geschäften“ (O-Ton Abraham) kam er 1924 als Bankrotteur für einige Zeit ins Gefängnis.
Schon während seiner Studienzeit verbandelte er sich mit seiner späteren Ehefrau Charlotte (Sári Feszélyi, 1895-1975). Abraham arbeitete zunächst als Dirigent mit kleinen Ensembles, bevor er Kapellmeister (KPM) am BudapesterFövárosi Operettszínház (1927) wurde, wo er für Musikwerke einzelne Einlagen zu liefern hatte. Aufsehen erregte er mit 4 eigenen Liedern zur Operette „Zenebona“ (T:B.István/L.Lásló, 02.03.1928) und entdeckte damit sein Talent für die leichte Muse. AnsJohann Straußtheater kam die deutsche Fassung „Spektakel. Ein Durcheinander mit viel Jazzmusik“ (Ü:H.Adler/P.Frank, 03.10.1928).
Nach seiner ersten Operette „Az utolsó Verebély lány“ (T:G.Drégely/ I.Harmath, 13.10.1928) gab es gleich Interesse von deutschsprachigen Bühnen; es kam ins LeipzigerNeues Theater als „Der Gatte des Fräuleins“ (T:R.Lothar/A.Rebner 24.09.1930). Es folgten am BudapesterMagyar Szinház „Szeretem a felségem“ (T:A.Birabeau/G.Dolley, 15.06.1929) und „Victória“ (T:I.F