: Johanna Zehethofer
: Ich sehe sie für uns tanzen, Elisa! Kaffeehausbesuche mit einer Schauspielschülerin
: Buchschmiede von Dataform Media GmbH
: 9783991392583
: 1
: CHF 7.00
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: Science Fiction, Fantasy
: German
Die Hauptcharaktere leben in Wien, Jan ist von einer Reise aus Slowenien zurück, und er möchte die angehende Schauspielerin Elisa davon überzeugen, diese Reise mit ihm noch einmal zu machen, da er sie den Nebelfrauen vorstellen möchte. Diese existieren jedoch nur in seiner Phantasie, doch Elisa will ihm den Gefallen tun. Zuerst steuert sie eine Kur in Bad Radkersburg an, die sie von ihren Traumata befreien soll. Danach, als die Reise losgehen soll, stehen sie einigen Umwälzungen gegenüber. Aus ihrem gmeinsamen Urlaub im Gebirge wird nichts, dafür sieht sich Jan mit völlig neuen familiären Herausforderungen konfrontiert. Doch Elisas Schatten vergeht nicht, und Jan versucht vergeblich, sie abzuschütteln. Das Blendwerk Elisa bleibt bestehen, auch als Jan für geordnete Verhältnisse in seinem Leben sorgen möchte. Am Ende leidet er bereits unter paranoiden Vorstellungen seiner Elisa und sieht sich im persönlichen Umfeld von ihr 'gefährdet'.

Autorin

KLARSICHT ZWEIER SEITEN

1.

Nun marschierte ich munter und aufgeweckt, wie von einer infizierten Zecke gebissen - ständig schoss mir das Blut in die Adern - durch die hoffentlich schon bald schönste Stadt Europas (Bewerbung für das Jahr Kulturhauptstadt 2025 läuft.), machte mir keine großen Gedanken mehr um meine Zugbekanntschaften. Maribor war Maribor, es war vermutlich eine Verwirrung des Lokführers oder eine Anweisung von oben, den kaiserlichen Zug kurz vor einer Baustelle abzubremsen. Ich muss sagen, in mir wurde ein sehr spezielles Thema, das der Bewusstseinsveränderung, -erweiterung (?) aufgerollt, ein Feuer entfacht und ein äußerst fragwürdiger Zugang zu einer Realität, der mir doch lediglich, wenn überhaupt, meine kleine Reise in den Süden eher verwässerte als veranschaulichte. Mein Trugbild über diese Frauen warf ich von mir, wie eine vermeintliche Geisterhand, die mich berührt, aber nicht völlig in Besitz genommen hatte. Keinem einzigen Menschen, den ich traf, trug ich diese dubiosen, ja fast lächerlichen Bilder vor, und ich versuchte, die Spuren auch gegenüber meiner selbst zu verwischen, als ob es eben nur diese höchst zweifelhaften Frauenlaiber wären, die meinen Atem steif machten, mich aber dann wieder in die Normalität schickten, als ob ein Mensch die Zukunft nicht auf diese Geheimnisse anjustieren müsste und er wieder seinem Tun