: Angela Szivatz
: Betrug und Liebe - die wahren Fälle einer Detektivin 10 Fälle aus dem realen Berufsalltag einer Wiener Detektivin bilden die Grundlage für die Geschichte von Luisa Struzzo, auf der Suche nach ihrem eigenen Lebensglück.
: Buchschmiede von Dataform Media GmbH
: 9783991392026
: 1
: CHF 7.90
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: Erzählende Literatur
: German
: 100
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ihr Metier ist weder Mord noch Totschlag. Auch wenn Luisa Struzzos Berufsalltag als Detektivin ohne rohe Gewalt auskommt, für Spannung ist gesorgt. Ihre Tätigkeit bringt sie in ungewöhnliche Situationen, an verschiedene Orte innerhalb Europas. Mühelos schlüpft die Berufsdetektivin in neue Rollen und steuert ihr voll aufgerüstetes Observationsauto auf heikle Missionen. Wenn sie für einen Auftrag eben mal spontan in den Zug nach Italien steigen muss - kein Problem. Hinter der gutmütigen Putzaushilfe würde niemand eine Detektivin vermuten, die einen dreisten Diebstahl aufdeckt. Und hinter der sympathischen WG-Kollegin aus Kärnten kann keiner eine Ermittlerin in Sachen Mietbetrug erahnen. Am häufigsten ermittelt sie in Sachen Ehebruch. Trotzdem wird für Luisa Struzzo im Lauf ihrer Ermittlungen eine Frage immer drängender: Kann es für sie und ihren Ex-Freund Sascha ein Happy End geben? Das österreichische Lokal-Kolorit gibt den Fällen eine besondere Note. Der Wiener Dialekt spielt ebenso eine Rolle, wie Luisas Kärntnerisch. Wien ist meist der Ausgangspunkt, die Fälle führen die Detektivin aber auch nach Bayern, Florenz, in die Steiermark, oder ins Waldviertel.

Angela Szivatz arbeitet seit vielen Jahren unter anderem als Texterin in der Kommunikationsbranche. Geboren 1962 in Wien, übte sie früh mit Worten. Der Ausspruch 'apropos Zuckerl' brachte ihr zum Beispiel mit 2 Jahren viel Erfolg. Mit 4 bis 6 Jahren dachte sie sich Sandmännchen-Geschichten aus, um diese mit den Kindergartenfreund:innen zu spielen. Mit 8 Jahren erfand sie Sünden, damit das Beichten ergiebiger wurde, mit 15 Krankheiten, um den schulischen Schwimmunterricht zu schwänzen. Als Mutter hielt sie die eigenen drei Kinder mit Geschichten und Gedichten bei Laune. Ab 35 wandte sie sich wieder Puppen, Figuren und Worten zu - als Darstellerin im Kindertheater.

Du, entschuldige, …

Luisa schaufelte genussvoll eine Kuchengabel voll „Indianer mit Schlag“ in sich hinein, als Angelika ihr aufgekratzt berichtete. „Du errätst nie, wen ich vor zwei Wochen getroffen hab‘!“

„Keine Ahnung“, nuschelte Luisa mit vollem Mund. Die Lieblings-Mehlspeise ihrer Kindheit schmeckte ihr hier im Café Museum besonders gut.

„Den Hömerl!“, antwortete Angelika und schaute sie erwartungsvoll an.

Luisa zog ratlos ihre Augenbrauen hoch, während sie sich den nächsten köstlichen Bissen genehmigte.

Angelika rollte die Augen: „Geh bitte, Luisa, das war doch mein Jugendschwarm. Von dem hab‘ ich dir damals stundenlang erzählt, wenn du mich in Wien, oder ich dich in Ferlach besucht hab‘. Weißt eh: groß, dunkelblond, schlank, ich war damals 15, er 18.“

„Ah ja, jetzt erinnere ich mich, war der nicht Installateur?“

„Genau, seinetwegen habe ich Dialekt sprechen geübt, bis die Mama ausgeflippt ist.“

Als gleich darauf Luisas Handy piepte und sie mit einem kurzen „Entschuldige, dringend“, zu lesen begann, konnte sie Angelika der Erinnerung an die Begegnung überlassen.

„Hömerl, bist du das?“ „Na geh, des gibt’s jo ned, die Angie von der Zwarer-Stiag’n!“, hatte es ihr entgegengetönt, als der Mann neben der Parkbank stehen geblieben war, auf der sie gerade ein kleines Gesichtssonnenbad nehmen wollte. Er wa