Du, entschuldige, …
Luisa schaufelte genussvoll eine Kuchengabel voll „Indianer mit Schlag“ in sich hinein, als Angelika ihr aufgekratzt berichtete. „Du errätst nie, wen ich vor zwei Wochen getroffen hab‘!“
„Keine Ahnung“, nuschelte Luisa mit vollem Mund. Die Lieblings-Mehlspeise ihrer Kindheit schmeckte ihr hier im Café Museum besonders gut.
„Den Hömerl!“, antwortete Angelika und schaute sie erwartungsvoll an.
Luisa zog ratlos ihre Augenbrauen hoch, während sie sich den nächsten köstlichen Bissen genehmigte.
Angelika rollte die Augen: „Geh bitte, Luisa, das war doch mein Jugendschwarm. Von dem hab‘ ich dir damals stundenlang erzählt, wenn du mich in Wien, oder ich dich in Ferlach besucht hab‘. Weißt eh: groß, dunkelblond, schlank, ich war damals 15, er 18.“
„Ah ja, jetzt erinnere ich mich, war der nicht Installateur?“
„Genau, seinetwegen habe ich Dialekt sprechen geübt, bis die Mama ausgeflippt ist.“
Als gleich darauf Luisas Handy piepte und sie mit einem kurzen „Entschuldige, dringend“, zu lesen begann, konnte sie Angelika der Erinnerung an die Begegnung überlassen.
„Hömerl, bist du das?“ „Na geh, des gibt’s jo ned, die Angie von der Zwarer-Stiag’n!“, hatte es ihr entgegengetönt, als der Mann neben der Parkbank stehen geblieben war, auf der sie gerade ein kleines Gesichtssonnenbad nehmen wollte. Er wa