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Heute ist Freitag, der 3. Juli, letzter Schultag vor den Sommerferien, Unterrichtsschluss. Ich müsste erleichtert sein, die kommenden sechs Wochen morgens länger schlafen zu können. Bin ich aber nicht. Im Gegenteil. Das einzig Positive für mich ist die Gewissheit, jeden Tag für ein paar Stunden ins Schwimmbad gehen zu können und zu trainieren. Jonas erlaubt es mir großzügig.
Die seit Wochen anhaltende Hitze liegt wie eine Glocke über der Stadt und bremst alles aus, sogar der Straßenverkehr scheint schwerfälliger zu rollen. Die digitale Temperaturanzeige auf dem nüchtern gestalteten Vorplatz des Goethe-Gymnasiums schockt jetzt, um 17.05 Uhr, mit 37,5 Grad Celsius im tiefsten Schatten. Johanna und ich schlendern zusammen mit allen anderen Richtung