: Jane Luc, Jana Lukas
: Boston Police - Atemlose Jagd
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751725408
: Hot Romantic Thrill
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 326
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

D e Bostoner Gerichtsmedizinerin Dr. Charlotte Connelly kennt den Tod in all seinen Facetten. Als der Architekt Geno Coleman und sie Zeugen eines grausamen Überfalls werden, versucht Charlotte alles, um das Leben des Opfers zu retten. Doch die junge Frau schafft es nicht. Kurz bevor sie stirbt, nimmt sie Charlotte ein Versprechen ab. Ein Versprechen, das Geno und sie in das Visier eines sadistischen Mörders rückt. Während sie den Spuren des skrupellosen Killers folgen, muss sich Charlotte auch noch über ihre Gefühle für Geno klar werden. Ist er ein Mann für eine Nacht, oder kann sie es wagen, ihm ihr Herz anzuvertrauen?

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<p>Jane Luc ist ein Pseudonym der Bestsellerautorin Jana Lukas, die seit über zwanzig Jahren bei der Kriminalpolizei arbeitet. Sie bringt ihre Diensterfahrungen und ihr kriminalistisches Wissen in ihre Romane ein. Das ist ein Grund, warum sie Thriller schreibt. Der andere ist, dass sie einer spannenden Geschichte einfach nicht widerstehen kann.<br></p>

1. Kapitel


Charlotte zog die Wohnungstür auf und stolperte über das Paket, das davor abgestellt worden war. Sie seufzte. Schon wieder! Sie kannte diese Art von Karton viel zu gut, wusste, was sie darin finden würde. Einen Moment überlegte sie, ihn einfach stehen zu lassen. Andererseits – sie hatte noch etwas Zeit und konnte es genauso gut hinter sich bringen.

Sie trug die Kiste in ihr Wohnzimmer und öffnete sie vorsichtig. Die Vorfreude war einer der schönsten Aspekte an den Überraschungen, die Kathreen von Happy Feet ihr bereitete. Der feine Geruch von Leder schlug ihr entgegen, als sie den Deckel anhob. Sie legte ihn zur Seite und zog die Stiefel heraus. Weich schmiegte sich die Oberfläche in ihre Hand. Das Leder hatte genau den gleichen Farbton wie ihre Augen und die Bluse, die sie zu ihrem knielangen schwarzen Bleistiftrock trug. Ein Outfit, das sie für die heutige Gerichtsverhandlung gewählt hatte. Steve-Madden-Boots in cognacfarbenem Leder. Genau das, wonach sie schon seit einer Ewigkeit suchte – nicht, dass sie nicht bereits eine Menge anderer Stiefel besaß.

»Verdammt«, murmelte sie. Kathreen kannte sie viel zu gut. Sie zog ihre Stiefel aus und schlüpfte in die neuen – nur zur Probe. Natürlich passten sie wie angegossen, schmiegten sich regelrecht an ihre Füße. Sie vervollständigten das Outfit, das sie für ihren Auftritt vor Gericht gewählt hatte. Kathreen verstand ihr Geschäft. Charlotte ging ins Schlafzimmer und betrachtete sich im Spiegel an der Schranktür. »Leider perfekt.« Manchmal fragte sie sich, ob Kathreen irgendwo in ihrer Wohnung eine Kamera installiert hatte und überprüfte, was sie morgens anzog, um ihr die passenden Schuhe vor die Tür zu stellen. Die Besitzerin desHappy Feet, das im Erdgeschoss ihres Hauses lag, kannte ihre Schwäche für schöne Schuhe viel zu gut. Manchmal glaubte Charlotte, es war Schicksal, dass sie als Schuhsüchtige ausgerechnet hier eingezogen war.

Sie verließ ihre Wohnung in den neuen Stiefeln und tippte auf dem Weg in die Tiefgarage eine Nachricht an Kathreen in ihr Handy:Gekauft.

Sie war früh dran und kam gut durch den Bostoner Morgenverkehr. Im gerichtsmedizinischen Institut war es um diese Zeit noch ruhig.

»Guten Morgen, Doc«, grüßte der Wachmann am Eingang.

»Morgen, Chris.« Sie winkte ihm zu. In der Aufnahme sah sie als Erstes die Einlieferungsliste durch. Als stellvertretende Leiterin des gerichtsmedizinischen Instituts Bostons gehörte das zu ihren Aufgaben. Vier neue Fälle. Aber auf den ersten Blick gab es nichts, was sofort erledigt werden musste. Ihr Boss, Dr. Norman Palmer, würde sie später an die insgesamt fünf Mitarbeiter verteilen.

Sie holte sich eine Tasse Kaffee und ging in ihrem Büro noch einmal den Fall durch, zu dem sie vor Gericht aussagen musste. Ein gewalttätiger Ehemann hatte seine Frau angegriffen und mit dem Messer attackiert. Der Fall war eine klare Sache. Sie hatte Verletzungen am Opfer dokumentiert, die zur Tatwaffe passten. Und sie hatte nachweisen können, dass der Ehemann derjenige war, der zugestochen hatte. Die Frau hatte den Angriff überlebt. Was in Charlottes Welt viel zu selten vorkam.

Wie sie es erwartete, lief ihre Aussage bei Gericht problemlos. Nach einer halben Stunde wurde sie aus dem Zeugenstand entlassen. Auf dem Weg aus dem Gerichtsgebäude schaltete sie ihr Handy ein. Eine Nachricht von Dr. Pa