: Jane Luc, Jana Lukas
: Boston Police - Verhängnisvolle Flucht
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783751725392
: Hot Romantic Thrill
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 300
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Drei Morde und der Schmuggel von fünfhundert Kilogramm Kokain. Die Beweise gegen Jared Paxton sind erdrückend. Er landet im Gefängnis und entgeht dort knapp einem Mordanschlag. Für ihn gibt es nur eine Chance, sein Leben zu retten und herauszufinden, wer ihn hinter Gitter gebracht hat - Flucht. Als sich die Möglichkeit ergibt, nimmt er eine Geisel und erpresst sich den Weg in die Freiheit. Doch die Frau, die er entführt, ist keine Unbekannte für ihn ... Kann er ihr Vertrauen zurückgewinnen und den wahren Mörder finden? Und warum beschleunigt sich sein Herzschlag, wenn er neben ihr steht?

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<p>Jane Luc ist ein Pseudonym der Bestsellerautorin Jana Lukas, die seit über zwanzig Jahren bei der Kriminalpolizei arbeitet. Sie bringt ihre Diensterfahrungen und ihr kriminalistisches Wissen in ihre Romane ein. Das ist ein Grund, warum sie Thriller schreibt. Der andere ist, dass sie einer spannenden Geschichte einfach nicht widerstehen kann.<br></p>

1. Kapitel


Crockett, Texas

Jared verließ die Reisehöhe. Die Maschine ging in den Sinkflug über. Er reduzierte die Leistung und zog die Vergaservorwärmung. Mit einem Blick auf das Foto seiner Exfrau, das am Armaturenbrett klemmte, begann er den Gegenanflug. fünfhundert Fuß über Grund schaltete er die Benzinpumpe ein und stellte die Propellerdrehzahl auf Maximum. Er verringerte die Geschwindigkeit, fuhr die Landeklappen aus. Das Flugzeug schwebte über der Landebahn aus. Mit einem Holpern, das er sich zu Militärzeiten nicht geleistet hätte, setzte er auf dem dunklen Untergrund auf. Das Landen auf einem winzigen Flugplatz kurz hinter der mexikanischen Grenze, mitten in der Nacht – mit tausend Pfund Kokain an Bord – war kein Vergnügen. Doch er hatte das schon besser hinbekommen.

In Zukunft musste er sich unbedingt die Zeit nehmen und öfter in ein Flugzeug steigen, als es zum Erhalt seiner Lizenz notwendig war. Automatisch schaltete er die Vergaservorwärmung aus und fuhr die Landeklappen ein. Er bremste ab. Die Maschine rollte aus. Neben einem heruntergekommenen kleinen Hangar brachte er sie in die Parkposition.

Nirgendwo ein Anzeichen von Esteban Moreno und seinen Leuten. Er schaltete den Motor aus und steckte das Foto seiner Exfrau in die Brieftasche. Die meisten Leute fanden es sicher bescheuert, ein Bild der Frau mit sich herumzutragen, die ihn vor sieben Monaten vor die Tür gesetzt hatte und ganz begierig darauf war, endlich von ihm geschieden zu werden. Er trug ihr Bild nicht aus Sympathie mit sich herum. Zur Zeit ihres Kennenlernens hatte er als Air-Force-Pilot große Maschinen über sämtliche Krisengebiete der Welt geflogen. Er hatte ihr Bild mit ins Cockpit genommen, damit sie ihm Glück brachte. Dort hing es seitdem bei jedem Flug. Nein, Jared Paxton war nicht sentimental. Er war abergläubisch. Verdammt abergläubisch. Er würde niemals vom Boden abheben, wenn das Foto nicht an seinem Armaturenbrett klemmte. Wenn sie zwanzig Jahre geschieden waren und sie das Leben lebte, das sie so unbedingt führen wollte – verheiratet mit einem Collegeprofessor, mit zwei Teenagerkindern und einem Hund in einem Vorstadthäuschen –, würde ihn ihr Bild immer noch auf seine Flüge begleiten. Er warf einen letzten Blick auf das abgegriffene Papier mit der strahlend lachenden Blondine, klappte die Brieftasche zu, hob seine Hüfte ein wenig an und schob das Portemonnaie in die Gesäßtasche seiner Jeans.

Mit der linken Hand stieß er die Tür des Cockpits auf und atmete die schwere, feuchte Luft ein, die die klimatisierte Kühle im Flugzeug verdrängte. Über dem kleinen Flughafen lag ohrenbetäubende Stille. Die Härchen auf seinen Armen stellten sich umgehend auf. Langsam zog er die Glock aus seinem Hosenbund. Die Gedanken an seine Exfrau hatten ihn für einen Moment abgelenkt, aber seine Instinkte funktionierten nach wie vor ausgesprochen gut. Viel zu oft war er in Kriegs- und Krisengebieten gewesen. Er konnte die Gefahr geradezu riechen. Sie waberte mit der schweißtreibenden Schwüle ins Cockpit.

Wo steckten Esteban und seine Leute? Seit Ted Hudson den Flug auf diesen Flugplatz umgeleitet hatte, hatte sich niemand mehr bei ihm gemeldet. Er war davon ausgegangen, dass sie ihn erwarteten und das Kokain, das in Sporttaschen im Frachtraum lag, sofort umluden. Doch niemand von der »Familie«, wie Esteban sie nannte, war hier. Stattdessen tauchte eine Handvoll schwarz gekleideter Männer aus den Schatten der Nacht auf und richtete ih