: Klaus Frischkorn
: Geschichten aus dem Jagdtagebuch
: Books on Demand
: 9783756823604
: 1
: CHF 14.10
:
: Angeln, Jagd
: German
: 350
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Im schönen Eutin in Holstein, erblickte Klaus Frischkorn im September 1941 das Licht der Welt. Kindheit und Schulzeit verbrachte er im Norden Hamburgs, im Ortsteil Fuhlsbüttel. Schon mit acht Jahren begann er damit Rassegeflügel wie Tauben und Zwerghühner zu züchten und machte das Gebiet der Oberalster sowie das Ohemoor, westlich der nördlichen Landebahn des Flughafens Fuhlsbüttel mit seiner großartigen Natur zu seinem"Revier". Schon in den Schuljahren hielt er die damals gewonnenen beglückenden Erlebnisse und Eindrücke schriftlich, in den damals üblichen Halbjahresarbeiten fest. Auch dadurch entwickelte sich bei ihm eine tiefe Naturverbundenheit. Als Berufsoffizier der Bundeswehr kam er in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts auch für ein paar Jahre auf die schwäbische Alb. Hier lernte er den Offizierkameraden Nikolaus Graf Adelmann kennen, der mit seiner Familie in Hohenstadt, auf der Ostalb, sein wunderschönes Zuhause und ein Jagdrevier hat. Mit ihm und seiner ältesten Tochter Patricia entwickelte sich eine herzliche, heute noch währende Freundschaft. Viele der geschilderten Erlebnisse aus dem Jagdtagebuch stammen aus dem dortigen Revier. Natürlich kam es im Laufe der Jahre auch zu einer Reihe von Einladungen in andere Reviere. Einige davon auch ins Ausland, wie zum Beispiel in die USA, nach Österreich oder Ungarn. Der Autor präsentiert dem Leser naturnahe, spannende, häufig auch sehr selbstkritische, Jagdgeschichten, was wohl auch einen Nichtjäger ansprechen mag.

2. Erinnerung und neues Glück


Nun sitze ich schon weit über eine Stunde bei schönstem Spätherbstwetter auf der oberen Kanzel an der Fachwiese. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages tauchen das Land in ein angenehmes, warmes Licht. Ruhig beobachte ich meine Umgebung, lasse meinen Gedanken freien Lauf und dabei steigt so manches interessante Bild aus meinen Erinnerungen in mir auf.

Von hier oben kann man den Hang hinab bis zur kleinen Ortschaft Fach schauen, die auf der hiesigen südlichen Seite des Flusses Kocher liegt. Dahinter auf der nördlichen Seite verläuft die Bundesstraße zwischen den Ortschaften Abtsgmünd im Osten und Untergröningen im Westen.

Ja, auf dieser Straße der Schwäbischen Ostalb fuhr ich vor etwas mehr als sechs Jahren zur Blattzeit mit meinem Freund und auch jetzigem Gastgeber Nikolaus Graf Adelmann in Richtung Reichertshofen-Abtsgmünd. Wir waren auf der Rückfahrt von unserem Büchsenmacher, bei dem wir unsere Waffen angeschossen hatten. Als Beifahrer hatte ich die sehr schöne Möglichkeit, mir während der Fahrt die großartige Landschaft der Ostalb links und rechts des Flusses Kocher eingehend zu betrachten, und machte davon auch gern und ausgiebig Gebrauch.

Dabei ging mein Blick auch über die Ortschaft Fach hinweg auf die große Wiese, die sich hinter ihr erhob und die auch schon zum Jagdrevier meines Freundes Nikolaus gehörte. An deren oberen Ende, an dem ich jetzt, in diesem Moment, gerade auf der Kanzel ansitze, sah ich dabei zwei Stücke Rehwild. Natürlich machte ich Niko – wie Nikolaus kurz von Freunden genannt wird – sofort auf me