08 Tag null
Wir gehen den Gang entlang, in dem ich auch gestern schon gelaufen bin, und stehen zu meiner Überraschung plötzlich vor einer sich umgehend öffnenden Aufzugstür. Wir treten ein, ich blicke mich um und sehe die gleiche spartanische, aber auch edle Ausstattung wie im gesamten Gebäude: geriffelter Edelstahlboden, verchromte Wände und eine Art Lochblechdecke. Mein Begleiter legt seine Hand in eine von zwei Vertiefungen, die sich unmittelbar über den angeordneten Haltegriffen befinden und wie ein Handabdruck aussehen. Unverzüglich schließt sich die Tür und die Fahrt geht kaum merklich nach oben und endet bereits nach wenigen Sekunden. Die gegenüberliegende Seite öffnet sich und vier Personen betreten den Lift. Nach dem knappen „Guten Morgen“ möchte ich die zwei Personen mit ihren Begleitern während der im Unterbewusstsein wahrgenommenen Abwärtsfahrt etwas fragen, irgendetwas, um ins Gespräch zu kommen, doch schon geht wieder die Tür auf. Hinter einer Glaswand sind unzählige bestuhlte, aufgedeckte Tische zu erkennen. Mein Begleiter lässt mir den Vortritt und bittet mich, einen Platz zu wählen. Ich suche die am weitesten vom Aufzug entfernte Position, die am meisten Einsicht über diesen Ort gewährt. Kaum, dass ich sitze, bittet mich Herr Wolfgang um meine Bestellung für das Frühstück. Meine Gewohnheiten waren, den Tag immer hektisch zu beginnen, ohne Frühstück und Zeit und nun das. Ich bitte ihn um Schinken, Eier und Kaffee und Orangensaft, frisch ge