: w. s. gruenbarth
: Selbstmord einer Gesellschaft Selbstfindung 99 Teil I
: myMorawa von Dataform Media GmbH
: 9783991393054
: 1
: CHF 5.20
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: Erzählende Literatur
: German
Der Roman handelt von einer auf dramatische und tragische Weise aus ihrer Bahn, ihrer dekadenten Oberflächlichkeit geworfenen jungen Frau, die tief fällt und im Fallen unbewusst auf ihrer Suche nach Wahrheit einen Kampf annimmt, den sie nie und nimmer gewinnen kann. Die Spur führt sie an einen geheimen Ort, der immer da gewesen, jedoch verborgen, um nicht gefunden zu werden. Geheimnisse werden gelüftet, einer Offenbarung gleich. Sie erkennt ihre Bestimmung, trägt alleine die Last und letztlich Hoffnung für diese Welt. Gesellschaftspolitischer und marktwirtschaftskritischer fantastischer Roman mit einem Hauch Feminität, Philosophie und Esoterik. Der Leserin und dem Leser werden mit philosophischen Betrachtungen, aber auch mit trivialen Verschwörungstheorien das egoistische Menschsein und die immerwährenden Möglichkeiten der künftigen Gegenwart aufgezeigt. Stand der Mensch schon in der Vergangenheit sich und einem zufriedenen, erfüllenden, harmonischen Leben im gesamtheitlichen Miteinander im Weg, so bewegt er sich weiter auf dieser Straße seines individuellen, eigenen Glücks. Manische Dekadenz von Minderheiten für wenige Generationen, auf dem Rücken der Welt gelebt, zu jeder Zeit.

Ward 1968 in Salzburg geboren und wuchs neben vier Geschwister auf dem elterlichen Bauernhof auf. Nach Abschluss einer höheren Schule folgten berufliche Jahre im Ausland, bis das Lebensglück zur Heimkehr bewog. Hierdurch ward dem Streben kein Ende gesetzt, es strebt sich nur eben anders, mit einer Familie. Mag auch auf Grund dessen keine Blender und Verschwender, deren Anzahl immer weiter im Steigen begriffen ist und letztlich mitunter zum Schreiben animierten.

08 Tag null

Wir gehen den Gang entlang, in dem ich auch gestern schon gelaufen bin, und stehen zu meiner Überraschung plötzlich vor einer sich umgehend öffnenden Aufzugstür. Wir treten ein, ich blicke mich um und sehe die gleiche spartanische, aber auch edle Ausstattung wie im gesamten Gebäude: geriffelter Edelstahlboden, verchromte Wände und eine Art Lochblechdecke. Mein Begleiter legt seine Hand in eine von zwei Vertiefungen, die sich unmittelbar über den angeordneten Haltegriffen befinden und wie ein Handabdruck aussehen. Unverzüglich schließt sich die Tür und die Fahrt geht kaum merklich nach oben und endet bereits nach wenigen Sekunden. Die gegenüberliegende Seite öffnet sich und vier Personen betreten den Lift. Nach dem knappen „Guten Morgen“ möchte ich die zwei Personen mit ihren Begleitern während der im Unterbewusstsein wahrgenommenen Abwärtsfahrt etwas fragen, irgendetwas, um ins Gespräch zu kommen, doch schon geht wieder die Tür auf. Hinter einer Glaswand sind unzählige bestuhlte, aufgedeckte Tische zu erkennen. Mein Begleiter lässt mir den Vortritt und bittet mich, einen Platz zu wählen. Ich suche die am weitesten vom Aufzug entfernte Position, die am meisten Einsicht über diesen Ort gewährt. Kaum, dass ich sitze, bittet mich Herr Wolfgang um meine Bestellung für das Frühstück. Meine Gewohnheiten waren, den Tag immer hektisch zu beginnen, ohne Frühstück und Zeit und nun das. Ich bitte ihn um Schinken, Eier und Kaffee und Orangensaft, frisch ge