: Karin Ploog
: ...Als die Noten laufen lernten... 2.1 Librettisten und Texter A-M Geschichte und Geschichten der U-Musik bis 1945
: Books on Demand
: 9783756892839
: 2
: CHF 17.60
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: Biographien, Autobiographien
: German
: 640
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
.. Als die Noten laufen lernten... bezieht sich auf eine Zeit, als Popmusik noch Gehobene Unterhaltungsmusik hieß und ihre Protagonisten Erfolge ohne Ende verbuchen konnten. Was ist Musik ohne Text? Hier nun kommen die Librettisten und Texter zu Wort, denn immerhin waren über 90% aller Komponisten, Librettisten und Texter deutschsprachig. Sie leisteten mit ihren gut durchdachten und frivolen Texten einen flotten Beitrag im Erfinden neuer Begebenheiten, um das Publikum humorig zu unterhalten. Alles entwickelte sich aus Operette - Singspiel - Revue - Kabarett - Schlager - Chanson - Song bis zur Filmmusik. Zwei Weltkriege und besonders die Zeit von 1933 bis 1945 sorgten dann dafür, dass die meisten von ihnen absichtlich in Vergessenheit geraten worden sind - bitte lesen Sie selbst!

www.karin-ploog.de studierte an der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg. Diplome in Lied, Oratorium, Oper, akademischer Grad Diplom-Musiklehrer (Dipl.-Ml) Gesang. Sie wurde während des Studiums Dozentin im Popkurs-Hamburg. Auf dem Gebiet der Stimmpädagogik ist sie wohl die Mutter aller Filme und hat ihre pädagogische Arbeit im Buch Voicecoaching niedergeschrieben. Viele auch international berühmte Namen säumen den Weg. Seit Studioaufnahmen zu Lieder aus Theresienstadt (1995) recherchiert sie verfolgte Komponisten, Librettisten und Texter der sogenannten Gehobenen U-Musik; es entstand eine umfassende Dokumentation mit neuen Aspekten!

Amberg, Carl - 08.12.1894 Kessenich/Bonn-15.08.1946 Berlin


Charles/Charlie Amberg war nicht imNazilex verzeichnet, sein Schaffen als Liedtexter bei Film und Bühne endete im Jahre 1944. Bis zu diesem Zeitpunkt sind auch seine Werke nachweisbar…dann war Schluss…wieso kam Charles Amberg insKZ? Erwin Geschonneck schrieb im Buch „Meine unruhigen Jahre“ (S.120/21) einen kurzen Absatz über einen Charles Amberg. Zur Weihnachtsfeier 1944 komponierte dieserDas Lied vom Eisenbahner, welches Erwin Geschonneck vortrug! Er schrieb, dass Amberg ein Wiener Jude war! Charles Amberg (BRD) hätte dann wie Erwin Geschonneck (DDR) und Emil Frantisek Burian (CSSR) dieMS-Cap-Arkona-Schiffskatastrophe vor Neustadt/ Holstein überlebt. Auch könnte es sein, dass er am 15.04.1945 mit dem letzten ZugKZ Neuengamme südwärts Richtung Ebensee transportiert wurde. ImKZ Neuengamme wurde, aus welchen Gründen auch immer, das Lagerbuch nur sehr unvollständig geführt! Ich bemerke, dass ein damaliger Insasse wie Erwin Geschonneck, zumal auch Interpret des Charles-Amberg-Liedes, ein durchaus gültiger Zeitzeuge sein könnte … doch ein Wiener Jude war Charles Amberg nicht!

Anm.:Bei Kuna (S.95): ...„Das Salonorchester, in dem die Streichinstrumente überwogen, unterstellte er [Lagerleiter Hofmann KZ Dachau]dem DeutschenAmberg, angeblich ehemaliger Dirigent des Berliner Rundfunkorchesters“... Es gab dort im Frühjahr 1942 einen Leo Amberg (*18.12.1885 Schlettstadt/Elsass); doch ist derzeit noch fraglich, ob er der von Kuna beschriebene Dirigent Amberg gewesen sein könnte!

Carl Amberg wurde als jüngstes von vier Kindern am 08.12.1894 in Kessenich geboren; sein Vater war der Maurer Peter Joseph Amberg (26.07.1850-23.02.1915 Kessenich) und seine Mutter Gertrud Wal(l)raff (03.02.1851-14.10.1916 Kessenich); die Eltern waren katholisc