Rudolf Oesterreicher arbeitete als Lustspielautor, Operettenlibrettist, Schriftsteller und Biograf, dazu verfasste er auch Texte für das Kabarett. Er stand nicht imNazilex von 1940, wurde aber ab 1933 verfolgt.
Der praktische Arzt Dr.med. Friedrich Oesterreicher (16.06.1851 Eibenschitz/Mähren), Sohn des wohlhabenden Kaufmannes Moses Leopold Oesterreicher und seiner Ehefrau Fanny Adler aus Wien, heiratete am 07.07.1878 in Wien Marie Rosenthal (14.04.1858 Frankfurt/Main), deren Eltern, der Kaufmann Heinrich Bernhard Rosenthal und seine Ehefrau Felicitas Pringsheim, ebenfalls in Wien ansässig waren. Sie hatten fünf Kinder: Sohn Heinrich (17.06.1879/ Matrikel:3170-24.04.1930 Wien/Austritt a/d Judentum: 20.11.1920). Ihm folgte Rudolf (Matrikel:1220), wo als Zeuge Dr. Emil Granichstaedten, der Vater Bruno Granichstaedtens, zugegen war. In der Maximilianstraße 11 kam sein Bruder Max (16.11.1884/Matrikel:3872) zur Welt, der als Leutnant imDragoner-Regiment Erzherzog Josef August Nr.15 im 21. Lebensjahr (08.06.1906 Brünn) verstarb. Schwester Margarethe (Mona/17.10.1892/ Matrikel:2339) wurde in der Wallfischgasse 13 geboren; sie sang und half bei Wohltätigkeitsveranstaltungen, wurde in verschiedenen Zeitungen erwähnt. Den Abschluss bildete Fritz (13.05.1897/Matrikel:1102) unter der Adresse Heilerstätte 17. In dessenMatrikel-Eintragung stand - wie bei seiner Mutter Marie und seinen Brüdern Rudolf und Max, dass sie in Graz (1899/-316) aus dem Judentum ausgetreten sind. Rudolf war acht