: Hans Jürgen Domnick
: Hamburgensie Eine Geschichte aus der Freien und Hansestadt Hamburg
: TWENTYSIX CRIME
: 9783740705268
: 1
: CHF 6.10
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: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 228
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Es tut sich was in Hamburg. Ein scheinbares Verbrechen, eine Verhaftung, Verhöre des angeblichen Täters und rückblickend die Geschichte zweier Männer durch viele Jahre ihres Lebens, die, lange Zeit in Freundschaft verbunden, zu Gegnern werden und sich dennoch nur zögernd voneinander trennen können. Es entwickelt sich ein Psychogramm, das nicht nur die Charaktere der beiden, sondern auch ihre ständig fortlaufende Verbindung vielschichtig beschreibt. Sowohl in persönlichen, als auch in geschäftlichen Bereichen finden sich Gründe für die komplizierte Liaison, aber auch für die fortschreitende Entfremdung. Eingebettet in und verbunden mit Wirtschaft und Politik in der Hansestadt Hamburg und getragen von den schicksalhaften Ereignissen um ein bedeutendes Hamburger Handelshaus, in die beide Protagonisten involviert sind, steuert die Geschichte auf einen Höhepunkt zu, der die komplizierte Situation am Ende auf eine überraschende Weise beendet. Obwohl Details und handelnde Personen frei erfunden sind, mögen durchaus Ähnlichkeiten und Parallelen zu tatsächlichen Ereignissen zu vermuten sein, die sich in der Vergangenheit so oder so ähnlich in Hamburg ereignet haben. Das Ergebnis ist eine spannende Story, ein Wirtschaftskrimi und das Ausloten möglicher menschlicher Beziehungen in all ihrer Komplexität und Widersprüchlichkeit.

Hans Jürgen Domnick, geboren 1938 in Königsberg, lebt heute im norddeutschen Stade und war über fünfzig Jahre als internationaler Stahlhändler, Weltreisender und teilnehmender Beobachter in seinem Beruf aktiv.'Ich musste immer weiter', sagt er von sich selbst,'und nicht alles war Gold, was an weiten Wegen glänzte'. Hans Jürgen Domnick veröffentlichte inzwischen eine Autobiografie'One For The Road' und einen Roman'Der Kolumbianer' .

VII

Ja, mein Lieber, jetzt beginnt der Ernst des Lebens“, meinte Daniel.

Wir, Daniel und ich, hatten uns, wie so oft, wieder einmal verabredet. Es war bereits einige Zeit seit meiner letzten Reise nach China vergangen, aber diese Zeit hatte ich genutzt, mit der wohlwollenden Unterstützung des Chefs und der Aussicht, in nicht allzu langer Zeit sogar einige Anteile an der Firma zu erwerben und so, zusammen mit zwei weiteren Geschäftsführern, Juniorpartner im Unternehmen zu werden, zunächst auf vielen Ebenen sowohl Personalien als auch organisatorische Abläufe anzuschieben und darüber hinaus schon eine strategische Neuausrichtung der gesamten Handelsaktivitäten vorzubereiten.

Klar, dass ich mich mit Daniel oft und sehr intensiv über meine Intentionen austauschte, und seine Ratschläge und die so gut wie sichere Begleitung durch seine Bank, besonders bei den notwendigen Finanzierungen der umfangreichen Erweiterungen, die wir planten, waren notwendig und taten mir richtig gut.

Für Daniel und die Bank, übrigens die Hausbank meiner Firma, waren diese Pläne ‚per se‘ interessant, unabhängig von unserer Bekanntschaft, und wir gingen beide von einer großzügigen und womöglich noch engeren Zusammenarbeit als bisher aus.

Daniel hatte mittlerweile eine der Top-Positionen in der Bank inne und war hier zuständig für das internationale Geschäft, für Finanzierungen ab einer bestimmten Größenordnung und Großkunden mit einem Umsatz von über einer Milliarde, und dazu gehör