2. Tot und unwiederbringlich
Lange bevor er sie sah, spürte er ihre Anwesenheit. Er widerstand dem Impuls, sich umzudrehen.
Wenn sie mich jetzt am Hals oder Nacken verletzt, bin ich erledigt. Ein Schauer lief über seinen Rücken, seine Halsmuskulatur war auf das Äußerste angespannt.Dann ist es aus und vorbei.
Zu seinem großen Erstaunen machten ihm diese Gedanken keine Angst. Denn tief in seinem Innern wusste er, dass sie ihn zwar ohne mit der Wimper zu zucken töten würde, aber niemals von hinten. Das war der MATA unwürdig.
„Sieh an, sieh an“ - als er ihre Stimme nach so langer Zeit vernahm, zuckte er zusammen, was ihn sogleich ärgerte - „diesmal ohne Gefolgschaft hier?“ Er wusste sofort, dass sie auf ihr letztes Treffen an diesem Ort anspielte - ihre geheime Traumwelt, in der sie sich früher immer getroffen und Zukunftspläne geschmiedet hatten.
Immer noch den Blick nach vorne auf die Wiese und die Berge gerichtet, legte er lässig den Arm auf die Rückenlehne der Holzbank und erwiderte: „Ich bin wegen Josefine hier. Sie braucht deine Hilfe.“
Und da war sie - direkt vor ihm. Sie war genauso schön, wie er sie in Erinnerung hatte - Moment! Er verkniff sich ein Schmunzeln, als er erkannte, dass sie genauso jung zu ihrem Treffen erschienen war wie er. Es schien kein Tag vergangen, seit sie sich hier das letzte Mal in den