Die himmlischen Zauberpferde
Es war einmal ein herzensguter König, der in einem goldenen Schloss mit seiner Gemahlin, der Königin, und seinen beiden Söhnen, den Prinzen lebte.
Sie besaßen ein großes Königreich und hatten Gold und Geld im Überfluss, sodass sogar goldene Waschbecken ihre Bäder zierten.
Umrahmt wurde das Schloss von einem riesigen Garten, in dessen Mitte sich ein prächtiger Teich befand, in dem zwischen See- und Teichrosen die größten Goldfische des Landes schwammen.
Hinter dem Schloss lag der königliche Reitstall mit einer großen Hofanlage, die den prachtvollen Kutschen und den schwarzen Friesenhengsten genügend Platz und Auslauf bot.
Mit einer goldenen Kutsche fuhr die Königsfamilie spazieren, und wenn sie verreisten, packten sie ihre goldenen Koffer.
Mehrere große Schatztruhen waren randvoll mit Edelsteinen gefüllt und der König schenkte der Königin zu jedem Geburtstag goldenes Geschmeide.
König Saphir war ein gutmütiger Mensch, er war liebenswürdig, gerecht und achtete jedermann. Er befolgte selbst alle Gesetze und Gebote, die er mit seinen Ministern beschloss und verabschiedete. Er war ein vorbildlicher Staatsmann.
Doch obwohl der König alles hatte, was man an Besitztümern nur haben konnte, fühlte er oft eine große Leere in sich.
Seit seiner Kindheit wurde er auf seine Regentschaft vorbereitet und nur von Kindermädchen und Privatlehrern erzogen und unterrichtet. In die ortsansässige Schule durfte er daher nicht gehen und das Spielen mit den Kindern der Schlossangestellten war ihm ebenfalls verboten worden. Seine Mutter verhängte strenge Strafen, wenn er ihren Anweisungen nicht folgte, deshalb erlebte der kleine Saphir auch keine Abenteuer, die kleine Jungs so erleben. Er lachte selten und was Kinderstreiche sind, wusste er nicht. Nur sein kleiner Bruder war ihm Freund und Spielkamerad zugleich, er saß im Schloss fest.
Es war ihm auch nicht erlaubt, in die Stallungen hinüberzugehen, um die Tiere zu streicheln, denn die Königsmutter hatte Angst davor, dass er sich bei den Tieren mit Krankheiten anstecken könnte.
Dabei liebte er Tiere über alles. Vor allem die kön