Die letzten Tage waren verregnet, Wind kam auf, der Sommer schien sich zu verabschieden. Es wurde kälter, nahezu ungemütlich. So wollte er die Zeit nutzen, um im Haus ein wenig aufzuräumen, Papiere zu sortieren, Platz zu schaffen für Neues. Dabei fiel ihm ein Reiseprospekt in die Hände. Das Reiseunternehmen warb mit dem Slogan „Komfortabel – familiär – freundlich“. Er wurde neugierig, kannte er doch dieses Unternehmen, seine Erwartungen waren bisher immer erfüllt worden.
Neugierig blätterte er ein wenig, eigentlich ohne Ziel, als ihm die Ankündigung „SÜDTIROLS FÜNFTE JAHRESZEIT“ ins Auge fiel. Landläufig gesprochen, denn sie fiel ja nicht, sondern sie wurde von ihm erblickt. Was sollte sich dahinter wohl verbergen. Im Prospekt war keine weitere Erläuterung zu finden, nur noch der Begriff Törggelen. Also war Törggelen das Ziel, der Bestimmungsort. Schnell waren seine Frau und er sich einig und buchten.
Als sie in den folgenden Tagen von Freunden und Bekannten gefragt wurden, wohin denn die Reise gehe, sagten sie stets, nach Törggelen, was von den Fragenden mit Schulterzucken beantwortet wurde, ihnen also nicht bekannt war. Törggelen, wo liegt denn das, war oft die Frage. Bei Bozen oder Brixen, eben irgendwo dazwischen. Man beruhigte sich. In der Tat ko