: Peter Bur
: Ein Bund des Schicksals Darkhanium 7
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740705244
: 1
: CHF 7.90
:
: Fantasy
: German
: 616
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die verschiedenen Gefährten haben sich widerwillig damit abgefunden, die Bürde eines besonderen Schicksals zu tragen, und haben sich zu einer Zweckgemeinschaft zusammengeschlossen, um gegen den Dunklen Feind in der Verfluchten Stadt anzugehen, der Ciruna mit Krieg und Unheil überzieht. Angeführt von Torias Alfaran, einem Paladin des Konzils des Lichts, streben sie dem sagenumwobenen Orakel von Râhl entgegen, in der Hoffnung, an der heiligen Stätte mehr über Ihre rätselhafte Bestimmung in Erfahrung zu bringen. Doch der Feind bleibt nicht untätig und schickt finstere Schergen aus, um der Bedrohung entgegenzuwirken, die ihm durch die Heldengruppe erwachsen könnte, und zugleich seine eigenen Begehren voranzutreiben Durch die Machenschaften des Hexenmeisters dazu gezwungen, von ihrem Vorhaben abzuweichen, müssen die Gefährten neue Wege einschlagen und Gefahren unterwegs überwinden, die das noch junge und unsichere Bündnis untereinander immer wieder erschüttern. So müssen sie auch lernen, miteinander auszukommen und ihre Unterschiede zu ihrem Vorteil zu nutzen, denn nur vereint wird es ihnen möglich sein, den Feind dereinst zu bezwingen. Verfolgt von einem namenlosen Geschöpf des Hexenmeisters versuchen die Helden in der Hafenstadt Anacca einen kühnen Kapitän zu finden, der sich bereit erklärt, ihre besondere Gemeinschaft auf seinem Schiff über das Meer der Stürme zu führen, denn im fernen Süden erhoffen sie weiteren Aufschluss über ihr ungewisses Los in Erfahrung zu bringen.

Geboren am 20. Oktober 1982 in Biel in der Schweiz. Seit 2016 verheiratet und wohnhaft in Ipsach, nahe Biel. Schreibt seit 1998 nebenberuflich und mit wachsendem Eifer an seinem gewaltigen Fantasy-Epos Darkhanium, einem Werk, dessen Umfang ihm wohl noch ein ganzes Leben an Schreibarbeit abverlangen wird - oder vielleicht auch zwei.

Kapitel 2


Balron Sternschneid, Sohn des Bergand Funkelfaust, aus dem Golnish-Clan vom Stamme der Tolondin, sass auf dem holpernden Wagen und lenkte seine beiden Grautiere gekonnt durch das in erstarrten Riesenwellen ansteigende Land. Die ledernen Zügel führte er locker mit nur einer seiner dunklen Hände, die von schweren goldenen Ringen geschmückt wurden, während er in der anderen seine geschwungene, mit feinsten Schnitzereien verzierte Pfeife hielt. Er schob den langen Stiel zwischen seine Lippen, sog genüsslich den würzigen Rauch in seinen Mund und liess diesen eine Weile an seinem Gaumen entlang streichen, ehe er ihn aus dem Winkel wieder aushauchte.

Ah, feinstes Xoldun-Kraut aus den sonnenbeschienen Tälern der Goldfelsen, seufzte er im Stillen.Es ist und bleibt der beste Tabak ganz Cirunas, war er überzeugt und schwelgte einen Moment in Erinnerungen an seine ferne Heimat im Süden des Roten Drachenwalls, die er in all der Zeit seiner Wanderschaft nur noch einmal besucht hatte, seitdem er vor bald einmal fünfundzwanzig Jahren ausgezogen war, um die Länder der Menschen zu bereisen. Schon wenig später aber liess er die sehnsüchtigen Bilder wieder verblassen und kehrte in die kalte Gegenwart von Altorosh zurück.

In nachdenkliches Schweigen versunken, blickte der Zwerg zum bewölkten Himmel auf, der sich in der Abenddämmerung allmählich verdunkelte. Die Sonne war erst vor wenigen Augenblicken hinter den Hügelkuppen, die sich vor ihm in die Höhe wölbten, versunken, und ein letztes flammendes Glühen bestrich im Westen die fransigen Unterseiten der Wolkenschleier mit einem rötlichen Schimmer. Hinter ihm im Osten schielten die beiden Monde Kuldor und Xardun hinter den gleitenden Schwaden hervor; Ersterer strahlte in voller roter Pracht, Letzterer leuchtete als breite silberne Sichel auf Altoroshs Weiten herab.

Der Wind, der schon seit zwei Tagen mit frostiger Inbrunst über das Hügelland fegte, nahm in jener zwielichtigen Stunde zwischen Tag und Nacht noch an Stärke zu. Mit gespenstischem Heulen pfiff er von den höheren Graten herunter und geisselte die Wolken eilig über den trüben Himmel. Weit im Westen rückten schwerere, schwarze Gebilde wie eine Armada aufgeblähter Luftschiffe heran, kalten Niederschlag oder gar heftiges Schneetreiben verheissend.

Balron verzog ob jener wenig