6. Nachkriegszeit
Es begann die Nachkriegszeit. Die Winter 45/46 und 46/47 waren heftig, bis unter -30 Grad. Wir hatten in der Küche einen großen Ofen, der mit Holz geschürt wurde, Kohle gab es nicht und der Gasanschluss funktionierte erst wieder später. Im Wohn-und Schlafzimmer waren Kachelöfen, die immer geheizt werden mußten. Es gab aber nur Holz im Wald bei der Gaststätte Konrad, da war das meiste aber schon abgeholzt, übrig blieb dann Kleinholz oder es mußten die Stubben(Wurzeln) von den Bäumen bearbeitet werden. Die Kacheln der Kachelöfen waren teilweise geplatzt und wurden dann irgendwie mit Gips verschmiert.
Der Garten hatte auch noch ein wenig zu bieten.
Hier standen 2 große Spitzeichen und ein Maronibaum, ein Walnußbaum, sowie eine Akazie. Die Eichen waren ein gutes Futter für die Kaninchen. Wir hatten es aber noch gut, denn unser Garten war voller Obst. Es waren bestimmt 6 große rote Johannisbeersträucher, 1 schwarzer, 3 Apfelbäume, 3 Kirschbäume, 3 Birnenbäume, 1 Pfirsichbaum, 2 Pflaumenbäume und ein Mirabellenbaum drin.
Da wurde im Sommer natürlich viel Obst eingeweckt, wo wir im Winter dann von gelebt haben. D