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„Klaus! Zum Kuckuck noch mal, wo steckst du?“, tönte es energisch, laut und wütend durch das Haus.
Der junge Mann hielt sich sofort die Ohren zu, weil die Stimme des Vaters wie immer unerbittlich klang. Er konnte sie nicht mehr hören, diese schreckliche Stimme, die nur so vor Kraft strotzte, die tief und markig war. Sie duldete keinen Widerspruch. Immer der gleiche dunkle Ton. Er würde nie verstehen, warum diese Stimme so intensiv durch das ganze Haus dröhnen konnte, obwohl sich sein Vater draußen auf dem Hof aufhielt.
Er hatte sich erst vor wenigen Minuten an sein Klavier gesetzt, weil er ein paar Noten in sein Notenblatt eintragen wollte, damit er sie bis zum Feierabend nicht vergaß und weil er unglaublich müde war. Für ihn waren die Wochentage, die reinste Tortur. Sie waren angefüllt mit einer Arbeit, die er zutiefst hasste.
„Was ist denn nun schon wieder“, flüsterte er mit einem Seufzer der Verzweiflung, der ihm laut über die Lippen kam. Er ahnte natürlich, dass ihn sein Vater suchte, weil er sich erlaubt hatte, auf sein Zimmer zu gehen. Müde erhob er sich und ging mit schleppenden Schritten die Treppe hinunter. Er musste antworten und hören, was der Vater ihm zu sagen hatte. Nur so konnte er einem größeren Streit aus dem Weg gehen. Eigentlich sehnte er sich nur nach einer kurzen Pause, weil er den ganzen Vormittag hart gearbeitet hatte und sowieso gleich das Mittagessen anstand. Ihn jetzt noch zu rufen, empfand er als Schikane. Seine Mutter würde ohnehin gleich zum Essen bitten.
„Ich bin doch da, was willst du von mir, Vater?“, fragt