: Thomas Hagemann
: Ein neuer Weg
: Books on Demand
: 9783756296613
: 1
: CHF 3.50
:
: Science Fiction
: German
: 414
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Deutschland im Jahr 2063. Die nationalistische Neuer Weg Partei hat die Macht an sich gerissen. Eine unterdrückte Bevölkerung versinkt in Armut, während die reiche und korrupte Elite das Land fest im Griff hat. In dieser Welt voller Elend und Misstrauen widersetzt sich die junge Ili gegen die mächtige und kaltblütige Partei. Ein glücklicher Zufall schenkt ihr die Chance, einen echten Wandel herbeizuführen. Aber der Weg dorthin birgt viele Ungewissheiten und Gefahren. Währenddessen kämpft ihr Vater Marko, Parteimitglied und Kleinstadtbürgermeister, seinen eigenen Kampf gegen die Partei, bei dem es um nicht weniger geht als das Überleben seiner Familie.

Thomas Hagemann, geboren 1991, lebt in Ostwestfalen. Schon seit seiner Kindheit interessiert er sich für Bücher und Literatur. Seit einiger Zeit auch als Autor aktiv, veröffentlicht er nun seinen Debütroman"Ein neuer Weg".

Kapitel 1


Neustadt, 25. April 2063

Der immer weiter anschwellende Lärm aus der Empfangshalle im Erdgeschoss hat mittlerweile einen Pegel erreicht, den man nicht so einfach ignorieren kann. Als würde ihn der Trubel nichts angehen, sitzt ein Stockwerk weiter oben ein Mann still und allein an seinem Schreibtisch, eingesunken in seinen Bürosessel. Sein Haar ist fast vollständig ergraut und sein Gesicht ist gezeichnet von tiefen Falten. Die Zeit ist nicht spurlos an Marko Friedrich vorbeigegangen, viel zu oft wurde er in den letzten Jahren älter geschätzt, als er wirklich war. Aber hören kann er noch gut. Das Getöse von unten kann er leider nicht mehr überhören. Die ersten Gäste sind schon seit einer ganzen Weile da und warten darauf, vom Mann der Stunde begrüßt zu werden. Marko weiß, dass er sich schon längst in der Empfangshalle hätte blicken lassen müssen.

Heike wird bestimmt auch schon da sein, denkt sich Marko während er sein Sakko zuknöpft.Und Jonas hat sich bestimmt auch schon unter die Leute gemischt. Und Ili, vielleicht ist sie ja auch gekommen.

Marko macht sich bereit. Viel länger kann er wirklich nicht mehr warten. Mit einem prüfenden Blick inspiziert er seinen Anzug und macht sich bereit, zur Quelle des Lär