Weckruf vom Bulldozzer
Es geschah am 1. November 2011. Ich stand morgens auf und fühlte mich platt und erschlagen, wie vom Bulldozzer überfahren.
Grundsätzlich habe ich einen gesunden und belastbaren Körper, dem ich vertraue und auch viele Experimente zugemutet habe. Es ist typisch für mich, dass ich immer wieder seltsame Symptome habe, die sich nicht eindeutig in bekannte medizinische Kategorien einordnen lassen. Die Schulmediziner schauen mich dann freundlich an, wenn ich die Symptome beschreibe, und sagen «das haben wir gleich, ich weiss schon was das sein könnte, lassen Sie uns ein paar Tests machen» … Um sich dann nach ein paar Tests am Kopf zu kratzen und zu sagen «Sehr eigenartig. Sowas habe ich so noch nicht gesehen.» Ich habe zum Glück in meinem Leben einige ganzheitliche Ärzte gefunden, die mit solchen Phänomenen umgehen konnten, die sich aus der symptomorientierten schwarz-weiss Pharma-Box der Schulmedizin gelöst und einen ganzheitlicheren Blick auf den Menschen, auf Gesundheit, Ursachen, Kreisläufe und Zusammenhänge entwickelt hatten.
So machte ich mir an diesem 1. November keine allzugrossen Sorgen. Halt mal wieder eine Extra-Pirouette meines Körpers. Solche Kapriolen gestehe ich ihm dann meist wohlwollend zu, ich verlange ja auch viel von ihm. Dann habe ich mein Repertoire an unterstützenden Massnahmen, wenn mein Körper es nicht selber zurück in die Rolle schafft. Die reichen von Homöopathie, Kräutern, Osteopathie, Akupunktur oder Massagen bis zu Kinesiologie oder Bioresonanz. Wenn das alles nicht hilft, konsultiere ich die Schulmedizin. Manchmal konsultiere ich auch zuerst die Schulmedizin, wenn ich sicher sein möchte, dass nichts anbrennt, während ich mir Zeit nehme zum Experimentieren.
Mein langjähriger und ganzheitlicher Hausarzt Thomas Walser hat das auf seiner Website sehr schön formuliert:
«Das Aufspüren der Grenze zwischen genügend eigener Energie (Komplementärmedizin reicht aus) und Zufügen fremder Energie (Schulmedizin ist nötig) ist für mich zentral. Beide ergänzen sich hervorragend zu einer eigentlich ‹integrativen Medizin.›»
Seine Devise war es immer, den Körper in seinen Selbstheilungsprozessen nicht zu stören, sondern nur einzugreifen, wenn der Körper es alleine nicht schafft. Auf seiner Webseite gibt es noch heute einen Fundus an höchst interessanten Artikeln mit spannenden Hintergrundinform