2. Kapitel
Realitätsverlust
1
Schlaftrunken nahm Jack sein Smartphone vom Nachtschrank neben dem Bett. Erst beim dritten Versuch gelang es ihm, die nötige Fingerbewegung auszuführen, um das Gespräch anzunehmen.
»Jack Morane«, meldete sich der Journalist mit einem tiefen Gähnen, das er beim besten Willen nicht unterdrücken konnte.
Auf der anderen Seite herrschte Schweigen. Er hörte einen starken Wind unablässig in den Lautsprecher pusten.
»Jack. … Jack. Kannst du mich hören?«, kämpfte eine raue Männerstimme gegen den Sturm an.
Jack setzte sich auf die Bettkante. Seine Müdigkeit fiel schlagartig von ihm ab. »Mur? Wo zum Teufel steckst du?«
»Cen …al Park«, hörte er den Ermittler inmitten des grausamen Sturms ins Telefon sprechen. »Du gottverdammter Hurensohn, wie kannst du noch am Leben sein?«, brüllte Cliff Murdock, schien damit allerdings nicht Jack zu meinen. »Bleib mir vom Leib, du Aus geburt der Hölle.« Pistolenschüsse schallten