Kapitel 1: Über die fortschreitende Überalterung
und Kinderlosigkeit
Ein relativ großer Anteil der Leserschaft aus meinem nun eingestellten Infoportal war schon in dem, was man vorsichtig das „vorgerückte Alter“ nennt. Daß gleich das erste Kapitel des Buches vom Alter handelt, hat dazu keinen Bezug, auch wenn ich selbst schon 83 Jahre auf dem Rücken habe. Jenseits der Spekulation befindet sich der Autor in diesem Bereich auf relativ festem Boden, da demografische Entwicklungen sehr langfristig stattfinden und damit sehr gut vorauszusagen sind. Das Buch findet also gleich am Anfang einen relativ verläßlichen Aufsatzpunkt.
Wichtiger sollte jedoch sein, daß die demografische Entwicklung vieles bestimmt, worauf dann andere Kapitel Bezug nehmen werden, wie die Wirtschaftsaussichten oder das Verhältnis zu den sogenannten „Zuwanderern“ aus dem Morgenland, deren Demografie mit starkem Anstieg einen ganz anderen Verlauf als bei den Einheimischen nimmt und damit immer mehr das Gesamtbild unseres Landes bestimmen wird. Auch Armut und das oft damit verbundene Problem der Renten ist sehr stark in die demografische Entwicklung eingelagert. Schließlich spielt in einer Demokratie, wie der unsrigen, in der Mehrheiten entscheiden, der stark zunehmende Anteil älterer Menschen eine besonders wichtige Rolle, auf den die Politik achten muß, wenn sie Wahlen gewinnen will.
Überall in den fortgeschrittenen Industriegesellschaften gehen die Geburtenraten zurück und altern in der Folge die Gesellschaften. Im Ergebnis bleiben viele Menschen kinderlos und sind im Alter nicht selten von Einsamkeit bedroht. Die Probleme, die diese Entwicklung für die Rentenversicherungssysteme schafft, sind enorm. Sie belasten direkt die Jüngeren, denn die finanzieren mit ihren Sozialversicherungsabgaben in unserem System ohne angespartes Rentenkapital die jeweils fälligen Rentenzahlungen (Umlagefahren, auch „pay-as-you-go“ genannt). Deuts