1. Die leise Musik aus dem Radio verscheuchte den letzten Rest Schlaf, der Natascha unter der kuscheligen Decke festhielt und dazu verführen wollte, sich genüsslich umzudrehen und einfach weiterzuschlafen.
Ein Blick auf den Wecker erübrigte sich, sie wusste auch so, dass es kurz vor sechs und damit Zeit zum Aufstehen war. Mit einem bedauernden Blick auf ihren leise schnarchenden Ehemann strich sie ihm eine Strähne der dunkelblonden Haare aus dem Gesicht und zog seine Decke über die Schulter.
Christoph sah nicht schlecht aus, mit seiner kräftigen Statur war er optisch jedoch eher ein Mann auf den zweiten Blick. Wie viel wertvoller als jedes Aussehen ihn seine inneren Werte machten, hatte Natascha längst erkannt. Christoph hörte lieber zu als selber zu reden und überlegte zunächst, bevor er seine Meinung äußerte.
Darin unterschied er sich sehr deutlich von ihr selbst, wie sie im nächsten Moment wieder einmal unter Beweis stellte. Obwohl sie ganz genau wusste, was sie damit hervorrief, stupste sie ihn vorsichtig an: „Christoph, du musst aufwachen … Denkst du bitte heute unbedingt daran, Getränke zu holen? Es ist überhaupt nichts mehr da und …“ Weiter kam sie nicht.
„Oh Mann, ich glaub es einfach ni