: Delia Golz
: Die Clans der Wildnis Atos
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740704902
: Die Clans der Wildnis
: 1
: CHF 3.50
:
: Fantasy
: German
: 392
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der Gladiator Atos hat keinerlei Erinnerungen an sein altes Leben. Als er jedoch die Arena verlässt und auf die Clans der Wildnis stößt, gerät er unfreiwillig in Machtkämpfe und Intrigen, während seine düstere Vergangenheit ihn einholt. Atos erfährt Dinge über sich, die er lieber nicht gewusst hätte - aber gleichzeitig wird ihm klar, dass das Schicksal aller Clans auch in seinen Händen liegt. Gemeinsam mit Amishas Widerstand bereitet er sich auf den letzten und entscheidenden Kampf gegen Morigan vor...

Delia Golz liebt es schon seit ihrer Kindheit, sich Geschichten auszudenken und eigene Welten zu erschaffen. Mit der Veröffentlichung der High-Fantasy-Trilogie »Die Clans der Wildnis« hat sie sich einen lang ersehnten Traum erfüllt. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihren zwei Katzen in der Nähe von Köln. In ihrer Freizeit liebt sie Fahrradtouren durch die Natur, Reisen und das Bogenschießen.

Ka­pi­tel 1


Mit fes­ten Schrit­ten gehe ich den nur schumm­rig be­leuch­ten­den Gang ent­lang, wäh­rend das Ge­räusch von to­sen­dem ­Ap­plaus im­mer nä­her kommt.

Dann blei­be ich schließ­lich vor dem Aus­gang ste­hen und war­te, dass es be­ginnt. Ein letz­tes Mal schlie­ße ich mei­ne Au­gen, kon­zen­trie­re mich auf mei­ne At­mung und tas­te nach der Waf­fe an mei­ner Sei­te. Es ist bloß ein Schwert, denn noch habe ich nicht ge­nug Be­rühmt­heit er­langt, um ge­fähr­li­che­re Waf­fen ge­brau­chen zu dür­fen.

Und dann kün­digt end­lich ein lau­tes Knar­ren an, dass sich die Klap­pe öff­net. Glei­ßen­des Licht fällt auf mein Ge­sicht und macht mich einen Au­gen­blick lang blind.

Als ich die ers­ten Schrit­te in die Are­na ma­che, schwillt der Ap­plaus zu ei­nem oh­ren­be­täu­ben­den Dröh­nen an. Kurz steigt Ner­vo­si­tät in mir auf, doch als ich das Schwert zie­he und mei­nen Geg­ner ins Vi­sier neh­me, wird es von ei­ner Mi­schung aus Blut­durst und blin­der Wut er­setzt. Lang­sam gehe ich auf den mus­kel­be­pack­ten Mann zu, der mich mit spöt­tisch hoch­ge­zo­ge­nen Au­gen­brau­en an­sieht.

»Was ha­ben sie denn da für einen mick­ri­gen Bur­schen ge­schickt?«, fragt er pro­vo­kant und ver­fällt dann in schal­len­des Ge­läch­ter.

Wü­tend flet­sche ich die Zäh­ne und dann gibt es kein Hal­ten mehr. Blitz­schnell hebe ich mein Schwert und stür­ze mich auf den Hü­nen, der mei­nen Hieb nur mit Mühe pa­rie­ren kann. Die Klin­ge prallt an sei­ner Streit­axt ab und über­rascht tau­melt er zu­rück. Nur am Ran­de be­kom­me ich mit, wie das Pu­bli­kum tobt, denn nun bin ich völ­lig in mei­nem Rausch ge­fan­gen.

Ich gebe dem Geg­ner nicht die Ge­le­gen­heit, sich zu er­ho­len, und stür­ze mich so­fort wie­der auf ihn. Mei­ne Hie­be ge­hen so ge­zielt und vol­ler Kraft, dass ich es mehr­mals schaf­fe, mei­nem Ge­gen­über Ver­let­zun­gen zu­zu­fü­gen. Ich be­mer­ke, dass sich auf sei­ner Stirn Schweiß­per­len bil­den, wäh­rend das Blut aus sei­nen Wun­den her­aus­spru­delt. Ich kann je­des De­tail ge­sto­chen scha­rf se­hen.

Mitt­ler­wei­le wer­den die Be­we­gun­gen des H