Kapitel 1
Mit festen Schritten gehe ich den nur schummrig beleuchtenden Gang entlang, während das Geräusch von tosendem Applaus immer näher kommt.
Dann bleibe ich schließlich vor dem Ausgang stehen und warte, dass es beginnt. Ein letztes Mal schließe ich meine Augen, konzentriere mich auf meine Atmung und taste nach der Waffe an meiner Seite. Es ist bloß ein Schwert, denn noch habe ich nicht genug Berühmtheit erlangt, um gefährlichere Waffen gebrauchen zu dürfen.
Und dann kündigt endlich ein lautes Knarren an, dass sich die Klappe öffnet. Gleißendes Licht fällt auf mein Gesicht und macht mich einen Augenblick lang blind.
Als ich die ersten Schritte in die Arena mache, schwillt der Applaus zu einem ohrenbetäubenden Dröhnen an. Kurz steigt Nervosität in mir auf, doch als ich das Schwert ziehe und meinen Gegner ins Visier nehme, wird es von einer Mischung aus Blutdurst und blinder Wut ersetzt. Langsam gehe ich auf den muskelbepackten Mann zu, der mich mit spöttisch hochgezogenen Augenbrauen ansieht.
»Was haben sie denn da für einen mickrigen Burschen geschickt?«, fragt er provokant und verfällt dann in schallendes Gelächter.
Wütend fletsche ich die Zähne und dann gibt es kein Halten mehr. Blitzschnell hebe ich mein Schwert und stürze mich auf den Hünen, der meinen Hieb nur mit Mühe parieren kann. Die Klinge prallt an seiner Streitaxt ab und überrascht taumelt er zurück. Nur am Rande bekomme ich mit, wie das Publikum tobt, denn nun bin ich völlig in meinem Rausch gefangen.
Ich gebe dem Gegner nicht die Gelegenheit, sich zu erholen, und stürze mich sofort wieder auf ihn. Meine Hiebe gehen so gezielt und voller Kraft, dass ich es mehrmals schaffe, meinem Gegenüber Verletzungen zuzufügen. Ich bemerke, dass sich auf seiner Stirn Schweißperlen bilden, während das Blut aus seinen Wunden heraussprudelt. Ich kann jedes Detail gestochen scharf sehen.
Mittlerweile werden die Bewegungen des H