PROLOG
I
Die Sonne meinte es in diesem Jahr besonders gut. Obwohl der April noch ein paar Tage Zeit hatte, bevor er dem Wonnemonat Mai weichen musste, gab es bereits jetzt schon sommerliche Temperaturen von bis zu 28 Grad Celsius. Ein Wetter, das dazu einlud, irgendwo am Wasser zu sitzen, ein kühles Getränk in der Hand und mit den Gedanken weit, weit weg. Man könnte irgendwo in der Ferne Urlaub machen, zum Beispiel. Die Seele baumeln lassen. Und an alles denken, nur nicht an die Arbeit. Was für ein Traum ...
Eben, eben – ein Traum. Undnur ein Traum! Denn der normal arbeitende Mensch musste im echten Leben gerade in diesem Augenblick irgendwo im Lande an irgendeiner Maschine stehen, um irgendetwas herzustellen, was irgendein anderer arbeitender Mensch wiederum für seine Arbeit dringend benötigte.
Oder es ging einem wie Ella Engel, einer jungen Frau von knapp 25 Jahren, die jetzt, in diesem Moment kurz vor der Mittagspause, an ihrem kleinen und beengten Schreibtisch saß. Der wiederum stand in einem dieser unsäglichen Großraumbüros, wie es sie in Berlin zu Hunderten gab. Zum Glück war Ellas kleines Königreich ganz weit hinten untergebracht, am äußersten Ende des riesigen Büros, in einer Ecke versteckt und somit recht unauffällig für ihren Chef.
Dirk Holland hieß dieser unangenehme, l