: Joanne St. Lucas, Jana Lukas
: Lake Anna - Versprechen des Herzens Small-Town-Novelle
: beHEARTBEAT
: 9783751725453
: Lake Anna
: 1
: CHF 2.70
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 157
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Ein Moment der Panik überkommt Emmaline Fulham - und sie flieht Hals über Kopf vor einer arrangierten Ehe mit dem deutlich älteren Winston. Als ihr Auto steckenbleibt, strandet Emma in Lake Anna, wo der Ranger Toby Jennings sie in seiner Hütte aufnimmt. Dort fühlt sie sich entgegen ihrer Erwartungen wohler und geborgener als je zuvor. Das liegt neben der warmherzigen Kleinstadtatmosphäre vor allem an Toby selbst, der sie mit seinen tiefgrünen Augen und seiner rauen Art magisch anzieht. Und zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt Emma, was wahre Leidenschaft ist. Doch ihr Verlobter gibt nicht so schnell klein bei - schließlich gehört Emma ihm ...

Eine gefühlvolle Novelle aus der Lake-Anna-Reihe von Joanne St. Lucas um die romantische Kleinstadt am See.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



<p>Joanne St. Lucas ist ein Pseudonym der Bestsellerautorin Jana Lukas. Ihre Geschichten spielen vor der wild-romantischen Kulisse der Rocky Mountains und auch hier folgt die Autorin ihrem Motto: Ein Happy End ist garantiert - immer.</p><p>www. analukas.de</p>

Prolog


Der sanfte Wind wehte die herzzerreißende Melodie des Streichquartetts durch die offenen Terrassentüren. Emma hielt den Atem an, als die Stylistin ein letztes Mal ihre riesige Haarspraydose zischen ließ. Die Frau trat einen Shritt zurück, legte sich dramatisch die Hand aufs Herz und schniefte. »Sie sehen wundervoll aus, Emmaline. Winston wird begeistert sein.«

Das wird er wohl, dachte Emma. »Vielen Dank, Vivianne. Würden Sie mich einen Moment allein lassen?«

»Selbstverständlich. Genießen Sie Ihre letzten Minuten als unverheiratete junge Lady.« Die reichlich überschminkte Frau packte mit geübten Handgriffen ihre Folterwerkzeuge zusammen und verließ fröhlich zwinkernd die Suite.

Emma drehte sich langsam zum Spiegel um. Auch wenn Vivianne bei sich selbst deutlich übertrieb, was das Toupieren der Haare, die Dicke des Make-ups und die Menge an Parfüm betraf, so hatte sie doch bei ihr ganze Arbeit geleistet. Andererseits hatte sie nichts anderes erwartet. Schließlich war die Frau von Winston engagiert worden. Wie auch alle anderen Helfer, die an diesem Tag – und in den vergangenen Wochen – um sie herumgewuselt waren.

Ihr Make-up war makellos. Unaufdringlich, aber intensiv genug, ihre Augen, in denen die Kontaktlinsen brannten, hervorzuheben. Ihr Haar war auf der linken Seite kunstvoll geflochten und floss in sorgfältig drapierten Locken über die rechte Seite ihres Dekolletés. Das Diadem fing als einziger Schmuck, den sie trug, die Sonnenstrahlen ein, die durch die Terrassentür fielen, und die Spange, mit der der filigrane Schleier an ihrem Hinterkopf befestigt war, brachte sie schon jetzt um.

Emmas Blick glitt langsam über ihr Spiegelbild, nahm alle Details in sich auf. Das wundervolle, elfenbeinfarbene Kleid – eine Prinzessinnenrobe mit Tattoospitze und jeder Menge glitzerndem Tüll – passte perfekt zu ihrer hellen Haut und würde mit Sicherheit einigen der Hochzeitsgäste ein ehrfürchtiges Seufzen und ein paar Tränen der Rührung entlocken. Wenn sich Emma betrachtete, musste sie anerkennen, dass alles sehr sorgfältig aufeinander abgestimmt war. Besser ging es nicht. Sie war die perfekte Braut. Und sie hasste es. Sie hatte kein Mitspracherecht bei der Auswahl dieses Kleides gehabt, das Sinnbild des schönsten Tages im Leben einer Frau sein sollte. Winston hatte entschieden. Genau wie über ihre Frisur, das Streichquartett, die Zeremonie, die Gäste und ihre Hochzeitsreise.

Emma verabscheute jedes Detail dieser Hochzeit. Sie hasste das Kleid, ihre Haare, den verflixten Schleier, der an ihrer Kopfhaut zerrte. Ebenso wie die verdammte Geigenmusik, die über das weitläufige Anwesen schallte, und die Fünfsterne-Suite des exklusiven Hotels auf Maui, in dem sie ihre Hochzeitsnacht verbringen würde.

Sie versuchte, tief durchzuatmen. Vor ihren Augen tanzten Sterne. Das Mieder des Kleides war viel zu eng. Wie sollte sie atmen? Vorsichtig lehnte sie sich neben dem Spiegel gegen die Wand. Sie wollte sich nicht länger sehen. Sie musste sich beruhigen und ihre Atmung unter Kontrolle bekommen. »Das ist alles nur die Aufregung«, murmelte sie. »Bräute bekommen kalte Füße. Das ist wissenschaftlich erwiesen«, murmelte sie. Fast jeder Frau erging es so am Tag, an dem sie vor den Altar trat. Nicht, dass sie Erfahrungen auf diesem Gebiet hatte. Sie hatte darüber gelesen. Man war kein schlechter Mensch, wenn man vor der Hochzeit eine Panikattacke bekam. Darauf wurde auf vielen