Wann hat mich die Liebe zum Krimi gepackt? Ich weiß es nicht mehr genau. Als Kind bekam ich irgendwann eine Anthologie mit klassischen Detektivgeschichten geschenkt, die mich unter anderem mit Sherlock Holmes und Miss Marple bekannt machte, später die Kinderkrimis von Enid Blyton, Erich Kästners »Emil und die Detektive« sowie eine Gesamtausgabe der Holmes-Kurzgeschichten. Seit ich diese Bücher verschlungen habe verfolgen mich Kriminalgeschichten, bis hin zu meinen ersten eigenen Schreibversuchen. Die folgende Geschichte ist eine Liebeserklärung an das Genre, das seinen Schöpfern auch schnell zum Verhängnis werden kann.
Den Mord hatte er sorgfältig geplant und vorbereitet. Die benötigten Werkzeuge lagen vor ihm ausgebreitet auf dem Tisch. Gleich würde er zur Tat schreiten, denn die Sache war schon lange überfällig. Seit einer gefühlten Ewigkeit ließ ihm dieser Kerl keine Ruhe, also musste er eines spektakulären Todes sterben.
Frederick Schwerdt ermittelte als amtierender Hauptkommissar seit gut zehn Jahren zuverlässig in einem Fall nach dem anderen und lehrte selbst die raffiniertesten Verbrecher das Fürchten. Eine lebende Legende bei allen, die ihn kennenlernen durften und ein Genie in Sachen Verstand und Kombinationsgabe. Aber heute würde er gehen, für immer.
Der Grund dafür war weniger der unverhohlene Neid seiner Kollegen oder der Racheakt eines von ihm gestellten Verdächtigen, sondern die Tatsa