: Alexandra Bracken
: Lore. Die Spiele haben begonnen. Sie kämpft um ihr Leben Urban Fantasy um die Jagd auf Götter in New York
: Arena Verlag
: 9783401810249
: 1
: CHF 13.50
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 584
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Acti nreiche Götter-Fantasy mit starker Heldin von #1-New-York-Times-Bestsellera torin Alexandra Bracken. Lore versucht, einfach nur normal zu sein und zu vergessen, dass sie dazu ausgebildet wurde, griechische Götter zu jagen. Doch dann steht die nächste Jagd bevor und jemand sucht ihre Hilfe, der sie und ihresgleichen eigentlich hasst: Athene. Die Göttin bietet Lore ein Bündnis gegen den neuen Ares an, der vor Jahren Lores Familie ermordet hat - und seitdem noch mächtiger geworden ist. Sieben Tage ist Ares sterblich und die Rache für ihre Familie in greifbarer Nähe für Lore. Doch reicht das Bündnis mit Athene aus, um Ares aufzuhalten, der die menschliche Welt in Schutt und Asche legen will? Die Jagd auf die Götter ist eröffnet!   'Ein Epos vom Anfang bis zum Ende. Bracken webt gekonnt einen Wandteppich voll neuer Mythologie, durchzogen von antiken Legenden - eine Geschichte über Macht, alte Wunden und Liebe, getragen von einer Protagonistin, die ich von der ersten Seite an, als sie kampfbereit und mutig aufgetreten ist, angefeuert habe.' Marie Lu, New-York-Times-& Spiegelbestsellerautorin

Alexandra Bracken ist in Arizona geboren und aufgewachsen, wo sie heute auch wieder mit ihrem Hund Tennyson lebt. Nach einem Studium in Geschichte und Englisch und einem Job im Verlagswesen schreibt sie inzwischen in Vollzeit. Sie ist unter anderem bekannt für ihre Reihe 'The Darkest Minds', die verfilmt wurde. Mit 'LORE' eroberte sie zuletzt die Spiegel-Bestsellerlisten. Bes che die Autorin unter www.alexandrabracken.com und auf Twitter und Instagram unter @alexbracken.

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Ihre Mutter hatte ihr einmal gesagt, um jemanden richtig kennenzulernen, muss man gegen ihn kämpfen. Lores Erfahrung nach enthüllte Kämpfen jedoch nur die Stelle am Körper anderer, auf die sie am wenigsten getroffen werden wollten.

Bei ihrem Gegner war dies eindeutig das neue Tattoo links auf seiner Brust, das noch von einem Verband bedeckt war.

Lore hob ihre Hände in den Handschuhen an, um einen weiteren schlaffen Treffer abzufangen. Ihre Turnschuhe quietschten auf den billigen blauen Matten, als sie einen Schritt zurücksprang. Das silberne Klebeband, von dem der improvisierte Ring zusammengehalten wurde, löste sich nach fünf Kämpfen an diesem Abend in der feuchten Wärme allmählich auf. Lore knurrte, als sie einen Streifen nahe ihren Beinen platt stampfte.

Schweiß lief ihr übers Gesicht, bis sie nichts außer Salz schmeckte. Sie weigerte sich, ihn wegzuwischen, sogar noch, als er in ihren Augen brannte. Der Schmerz war gut. Er sorgte dafür, dass sie sich konzentrierte.

Das Kämpfen war bloß eine neue schlechte Angewohnheit, die ihr nach Gils Tod vor sechs Monaten das Ventil bot, das sie dringend brauchte. Doch ihr ursprünglicher Vorsatz vonnur dieses eine Match war vergessen, sobald sie den vertrauten Adrenalinschub fühlte.

Ein Kampf war genug gewesen, um die lähmende Trauer zu durchbrechen, sie aus ihrem Kopf zu befreien und zurück in ihren Körper zu bringen. Der zweite hatte den tiefen Schmerz in ihrem Herzen abgeklemmt. Der dritte hatte ihr eine verblüffende Menge Geld eingebracht.

Und jetzt, Wochen später, gab ihr das Kämpfen gegen fünfzehn Gegner genau das, was sie unbedingt wollte: Ablenkung.

Lore sagte sich, dass sie jederzeit aufhören könnte. Wenn es sich nicht mehr gut anfühlte. Oder wenn es zu viel von dem aufwühlte, was sie in sich vergraben hatte.

Aber so weit war es nicht. Noch nicht ganz.

Im engen Keller vom Red Dragon – Fine Chinese Food herrschte eine drückende Hitze. Zu viele Körper standen um die Matten herum. Die Menge bewegte sich mit den Kämpfer