5.
WELCHE ZUSATZSTOFFE GIBT ES UND
WAS BEWIRKEN SIE IM HUNDEFUTTER?
Zusatzstoffe werden dem Hundefutter, wie der Name schon sagt, zusätzlich beigemengt. Diese Zusatzstoffe sollen das Hundefutter in vielerlei Hinsicht optimieren – d. h. für den Kunden und seinen Hund attraktiver machen und einen Kaufanreiz bieten. Jedes Futtermittel besteht ausNährstoffen undZusatzstoffen. Zu den Nährstoffen zählen Proteine, Fette und Kohlehydrate, aber auch Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine. Diese Stoffe benötigt und nutzt der Organismus, um den Stoffwechselprozess auf-rechtzuerhalten, Körperbausteine herzustellen oder um die in den Nährstoffen enthaltene Energie zu verbrennen. Sie werden in Klassen unterteilt und in der Standardanalyse (Weender Analyse) auf dem Etikett des Futters angegeben. Alle in der EU zugelassenen Futtermittel-Zusatzstoffe sind inder Verordnung 1831/2003 vom 22.9.2003 benannt.
Es gibt Zusatzstoffe, für die Höchstgehalte festgesetzt sind und die deklariert werden müssen. Zudem gibt esZusatzstoffe, die nicht kennzeichnungspflichtig sind, bei denen der Hersteller die Deklaration freiwillig durchführen kann.
Zusatzstoffe sind daher keine Bestandteile der Rohstoffe und werden dem Futtermittel bewusst zugesetzt. Diese Zusatzstoffe erfüllen bestimmte Funktionen. Entweder auf Seiten des Futters, z. B., indem sie die Haltbarkeit erhöhen, oder auf Seiten des Tieres, um Geschmack, Geruch oder die Verdauung zu verbessern.
Zusatzstoffe werden nach ihrem Zweck in verschiedene Kategorien und funktionelle Gruppen unterteilt. Die jeweilige Kategorie muss auf der Verpackung mit dem Zusatzstoff deklariert werden. Die Zusatzstoffe bestimmen oft die Haltbarkeit, Form, Farbe und den Geschmack.
Man unterscheidet zwischen technologischen, sensorischen, ernährungsphysiologischen und zootechnischen Zusatzstoffen.
5.1 Technologische Zusatzstoffe
Zu den technologischen Zusatzstoffen gehört jeder Stoff, der Futtermitteln aus verarbeitungstechnischen Gründen zugesetzt wird. Dazu zählen:
Konservierungsstoffe:
Sie erschweren das Wachstum von Mikroorganismen und schützen das Futter so vor schnellem Verderben. Dazu zählen Säuren und Salze wie Sorbinsäure (E200), Kaliumsorbat (E202), Calciumsorbat (E203), Ameisensäure (E236), Natriumnitrit (E250), Essigsäure (E260), Natriumdiacetat (E262), Milchsäure (E270), Fumarsäure (E297), Propionsäure (E280) oder Zitronensäure (E330).
Antioxidantien:
Damit werden allgemein Substanzen bezeichnet, die dem Oxidieren entgegenwirken, also die Schädigung durch Sauerstoff verhindern. Sie machen das Futter haltbarer und schützen vor dem Zerfall sauerstoffempfindlicher Zutaten, wie bestimmt