: Sabine Schumacher
: Chefsache Mord Kriminalroman
: Books on Demand
: 9783755794295
: Franz Branntwein ermittelt
: 1
: CHF 2.50
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: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 326
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Gewaltverbrechen gehören für Kriminalhauptkommissar Franz Branntwein und sein pfiffiges Team im Polizeipräsidium München zum Berufsalltag. Doch was, wenn Mord plötzlich persönlich wird? Am Telefon muss Branntwein erfahren, dass sein langjähriger Freund und Vorgesetzter, Günter Haller, mit Montageschaum brutal gefoltert und dann erstickt worden ist. Schon bald gibt es Hinweise darauf, dass auch andere Menschen in Gefahr sein könnten - für Trauer bleibt keine Zeit. Die Ermittler stoßen auf schockierende Wahrheiten. Düstere Geheimnisse, die nie gelüftet werden sollten, kommen ans Licht. Was für ein Mensch war Günter Haller wirklich? Und welche Rolle spielen die ominösen Tagebücher? - Wird es gelingen, weitere Morde zu verhindern?"Eine wahnsinnige Geschichte!" (Simone Weiss)

Sabine Schumacher wurde im Sommer 1969 in München-Schwabing geboren, wo sie auch aufwuchs und die ersten einunddreißig Jahre ihres Lebens verbrachte. Über Abstecher nach Laim, Germering und in die Oberpfalz landete die zweifache Mutter 2017 schließlich im schönen Allgäu, wo sie an der Seite ihres Mannes eine neue Heimat fand. Neben Romanen schreibt sie unter einem Pseudonym Glossen für eine Tageszeitung und beteiligt sich an verschiedensten journalistischen und literarischen Projekten. Ihr Lebensmotto: 'Sei schlau und hab' dich lieb. Du wirst dein ganzes Leben mit dir verbringen." KEINE NEWS MEHR VERPASSEN Folgen Sie Sabine Schumacher auf Facebook: facebook.com/psychokrimi

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Als er sich in dieser Nacht aus dem Bett quälte, trennten ihn noch fünfzehn Minuten vom Tod. Sicher hätte Günter Haller, Erster Kriminalhauptkommissar im Münchner Polizeipräsidium, seine Galgenfrist lieber anders verbracht. Doch als ihn der Harndrang weckte, konnte er nicht ahnen, dass es die letzte Gelegenheit sein würde, die altersbedingt vergrößerte Prostata zu verfluchen.

„Ich sollte auf Franz hören und abends vor dem Fernseher diese blöden Kürbiskerne knabbern, anstatt Salzstangen und Gummibärchen in mich hineinzustopfen, verdammt noch mal.“ Er machte kein Licht. Brauchte es nicht. Jeder Winkel des Hauses war ihm bestens vertraut. Sie hatten es in renovierungsbedürftigem Zustand gekauft, und Günter Haller war nicht nur an der Umbauplanung beteiligt gewesen, sondern hatte täglich Zeit auf der Baustelle verbracht, um den Handwerkern auf die Finger zu sehen und selbst mit anzupacken. Damals, vor über dreißig Jahren. So lange lebte er schon hier. Auch nach der Scheidung von seiner Frau, die ihm das Eigenheim gegen eine entsprechende Abfindung ohne Bedauern überlassen hatte. Eigentlich war es viel zu groß für ihn allein. Genau genommen war es das schon für sie beide gewesen. Viel zu groß.

„Ich möchte endlich so wohnen, wie es zu meinem Leben passt“, hatte Ilse Haller gesagt und eine Zwei-Zimmer-Wohnung in München-Schwabing